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<jur id="03a2f9f0" lastmod="2026-09-18T17:10:49+00:00" source-url="https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/xml.zip" source-checked-at="2026-10-24T15:41:57+00:00" source-sha256="242342e68354efdf9891ec7a8b0ace4c3215f9c9e42f08f5ba38f19c13fcf6c6" source-last-modified="Wed, 06 May 2026 15:46:06 GMT">
  <header short="ArbSchG" amtabk="ArbSchG" norm="arbschg" title="Arbeitsschutzgesetz">
    <long>Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit</long>
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 7</a> G v. <time datetime="2025-12-22">22.12.2025</time> I Nr. 369</change>
      <change type="Sonst">Änderung der Inhaltsübersicht durch <a>Art. 1 Nr. 1</a> V v. <time datetime="2013-10-23">23.10.2013</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl113s3882.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2013 S. 3882" type="application/pdf" rel="external noopener">3882</a> ist nicht ausführbar, da dieses G keine amtliche Inhaltsübersicht hat</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="8bb581dd" bez="§ 8" target="8" title="Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber"/>
    <index id="03a2f9f0" bez="§ 9" target="9" title="Besondere Gefahren"/>
    <next id="7bafd1eb" bez="§ 10" target="10" title="Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Zweiter Abschnitt" title="Pflichten des Arbeitgebers"/>
  </scope>
  <main title="Besondere Gefahren">
    <p nr="1">Der Arbeitgeber hat Maßnahmen zu treffen, damit nur Beschäftigte Zugang zu besonders gefährlichen Arbeitsbereichen haben, die zuvor geeignete Anweisungen erhalten haben.</p>
    <p nr="2">Der Arbeitgeber hat Vorkehrungen zu treffen, daß alle Beschäftigten, die einer unmittelbaren erheblichen Gefahr ausgesetzt sind oder sein können, möglichst frühzeitig über diese Gefahr und die getroffenen oder zu treffenden Schutzmaßnahmen unterrichtet sind. Bei unmittelbarer erheblicher Gefahr für die eigene Sicherheit oder die Sicherheit anderer Personen müssen die Beschäftigten die geeigneten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadensbegrenzung selbst treffen können, wenn der zuständige Vorgesetzte nicht erreichbar ist; dabei sind die Kenntnisse der Beschäftigten und die vorhandenen technischen Mittel zu berücksichtigen. Den Beschäftigten dürfen aus ihrem Handeln keine Nachteile entstehen, es sei denn, sie haben vorsätzlich oder grob fahrlässig ungeeignete Maßnahmen getroffen.</p>
    <p nr="3">Der Arbeitgeber hat Maßnahmen zu treffen, die es den Beschäftigten bei unmittelbarer erheblicher Gefahr ermöglichen, sich durch sofortiges Verlassen der Arbeitsplätze in Sicherheit zu bringen. Den Beschäftigten dürfen hierdurch keine Nachteile entstehen. Hält die unmittelbare erhebliche Gefahr an, darf der Arbeitgeber die Beschäftigten nur in besonders begründeten Ausnahmefällen auffordern, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Gesetzliche Pflichten der Beschäftigten zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit sowie die <a>§§ 7 und 11</a> des Soldatengesetzes bleiben unberührt.</p>
  </main>
</jur>
