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  <header short="BGBEG" amtabk="BGBEG" norm="bgbeg" title="Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1994-09-21">21.9.1994</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl194s2494.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1994 S. 2494" type="application/pdf" rel="external noopener">2494</a>; 1997, 1061;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 2</a> G v. <time datetime="2026-07-16">16.7.2026</time> I Nr. 212</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="7ee364ab" bez="Art 15" target="art_15" title="Gegenseitige Vertretung von Ehegatten"/>
    <index id="b2a87b31" bez="Art 17" target="art_17" title="Sonderregelungen zur Scheidung"/>
    <next id="e6dbecdc" bez="Art 17a" target="art_17a" title="Ehewohnung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Erster Teil" title="Allgemeine Vorschriften"/>
    <section bez="Zweites Kapitel" title="Internationales Privatrecht"/>
    <section bez="Dritter Abschnitt" title="Familienrecht"/>
    <section bez="Fünfter Teil" title="Übergangsvorschriften aus Anlaß jüngerer Änderungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs und dieses Einführungsgesetzes"/>
    <section bez="Art 229" title="Weitere Überleitungsvorschriften"/>
    <section bez="Siebter Teil" title="Durchführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, Verordnungsermächtigungen, Länderöffnungsklauseln, Informationspflichten"/>
    <section bez="Art 247" title="Informationspflichten bei Verbraucherdarlehensverträgen, entgeltlichen Finanzierungshilfen und Darlehensvermittlungsverträgen"/>
    <section bez="Art 248" title="Informationspflichten bei der Erbringung von Zahlungsdienstleistungen"/>
    <section bez="Abschnitt 4" title="Informationspflichten von Zahlungsempfängern, Bargeldabhebungsdienstleistern und Dritten"/>
  </scope>
  <main title="Sonderregelungen zur Scheidung">
    <p nr="1">Soweit vermögensrechtliche Scheidungsfolgen nicht in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32016R1103" title="Verordnung (EU) 2016/1103" rel="noopener external">2016/1103</a> oder der Verordnung (EG) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32009R0004" title="Verordnung (EG) Nr. 4/2009" rel="noopener external">4/2009</a> fallen oder von anderen Vorschriften dieses Abschnitts erfasst sind, unterliegen sie dem nach der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> auf die Scheidung anzuwendenden Recht.</p>
    <p nr="2">Auf Scheidungen, die nicht in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> fallen, finden die Vorschriften des Kapitels II dieser Verordnung mit folgenden Maßgaben entsprechende Anwendung: <dl><dt>1.</dt><dd><a>Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe d</a> der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> ist nicht anzuwenden;</dd><dt>2.</dt><dd>in <a>Artikel 5 Absatz 2</a>, <a>Artikel 6 Absatz 2</a> und <a>Artikel 8 Buchstabe a</a> bis c der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> ist statt auf den Zeitpunkt der Anrufung des Gerichts auf den Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens abzustellen;</dd><dt>3.</dt><dd>abweichend von <a>Artikel 5 Absatz 3</a> der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> können die Ehegatten die Rechtswahl auch noch im Laufe des Verfahrens in der durch <a>Artikel 7</a> dieser Verordnung bestimmten Form vornehmen, wenn das gewählte Recht dies vorsieht;</dd><dt>4.</dt><dd>im Fall des Artikels 8 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> ist statt des Rechts des angerufenen Gerichts das Recht desjenigen Staates anzuwenden, mit dem die Ehegatten im Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden sind, und</dd><dt>5.</dt><dd>statt der <a>Artikel 10 und 12</a> der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> findet <a>Artikel 6</a> Anwendung.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Eine Ehe kann im Inland nur durch ein Gericht geschieden werden.</p>
    <p nr="4">Der Versorgungsausgleich unterliegt dem nach der Verordnung (EU) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32010R1259" title="Verordnung (EU) Nr. 1259/2010" rel="noopener external">1259/2010</a> auf die Scheidung anzuwendenden Recht; er ist nur durchzuführen, wenn danach deutsches Recht anzuwenden ist und ihn das Recht eines der Staaten kennt, denen die Ehegatten im Zeitpunkt des Eintritts der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags angehören. Im Übrigen ist der Versorgungsausgleich auf Antrag eines Ehegatten nach deutschem Recht durchzuführen, wenn einer der Ehegatten in der Ehezeit ein Anrecht bei einem inländischen Versorgungsträger erworben hat, soweit die Durchführung des Versorgungsausgleichs insbesondere im Hinblick auf die beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse während der gesamten Ehezeit der Billigkeit nicht widerspricht.</p>
    <p>Ist eine Klage auf Anfechtung der Vaterschaft wegen Fristablaufs rechtskräftig abgewiesen worden, so ist eine Restitutionsklage nach <a>§ 641i</a> der Zivilprozessordnung auch dann nicht statthaft, wenn ein nach <a>§ 1598a</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der Fassung des Gesetzes zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren vom <time datetime="2008-03-26">26. März 2008</time> (BGBl. I S. <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl108s0441.pdf" title="BGBl. I 2008 S. 441" type="application/pdf" rel="external noopener">441</a>) eingeholtes Abstammungsgutachten die Abstammung widerlegt.</p>
    <p nr="1">Die Unterrichtung nach <a>§ 505 Abs. 1</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs muss folgende Angaben enthalten: <dl><dt>1.</dt><dd>den Sollzinssatz, die Bedingungen für seine Anwendung und, soweit vorhanden, Indizes oder Referenzzinssätze, auf die sich der Sollzinssatz bezieht,</dd><dt>2.</dt><dd>sämtliche Kosten, die ab dem Zeitpunkt der Überziehung anfallen, sowie die Bedingungen, unter denen die Kosten angepasst werden können.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Die Unterrichtung nach <a>§ 505 Abs. 2</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs muss folgende Angaben enthalten: <dl><dt>1.</dt><dd>das Vorliegen einer Überziehung,</dd><dt>2.</dt><dd>den Betrag der Überziehung,</dd><dt>3.</dt><dd>den Sollzinssatz und</dd><dt>4.</dt><dd>etwaige Vertragsstrafen, Kosten und Verzugszinsen.</dd></dl></p>
    <p nr="1">Sollen Zahlungen mittels eines Zahlungsinstruments in einer anderen Währung als Euro erfolgen und wird vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs vom Zahlungsempfänger eine Währungsumrechnung angeboten, muss der Zahlungsempfänger dem Zahler alle damit verbundenen Entgelte sowie den der Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurs offenlegen.</p>
    <p nr="2">Verlangt der Zahlungsempfänger für die Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstruments ein Entgelt oder bietet er eine Ermäßigung an, so teilt er dies dem Zahler vor Auslösung des Zahlungsvorgangs mit.</p>
  </main>
</jur>
