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  <header short="BKAG 2018" amtabk="BKAG" norm="bkag_2018" title="Bundeskriminalamtgesetz">
    <long>Gesetz über das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten</long>
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 11</a> G v. <time datetime="2026-04-23">23.4.2026</time> I Nr. 111</change>
      <change type="Sonst">Ersetzt 2190-2 G v. <time datetime="1997-07-07">7.7.1997</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl197s1650.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1997 S. 1650" type="application/pdf" rel="external noopener">1650</a> (BKAG 1997)</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="b7f31e68" bez="§ 31" target="31" title="Datenschutzrechtliche Verantwortung im polizeilichen Informationsverbund"/>
    <index id="2c9768dc" bez="§ 32" target="32" title="Unterrichtung der Zentralstelle"/>
    <next id="f966c427" bez="§ 33" target="33" title="Ausschreibungen bei der Zusammenarbeit im internationalen Bereich"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt 3" title="Zentralstelle"/>
  </scope>
  <main title="Unterrichtung der Zentralstelle">
    <p nr="1">Die Landeskriminalämter übermitteln dem Bundeskriminalamt nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach <a>§ 20</a> die zur Erfüllung seiner Aufgaben als Zentralstelle erforderlichen Informationen. Die Verpflichtung der Landeskriminalämter nach Satz 1 kann im Benehmen mit dem Bundeskriminalamt auch von anderen Polizeibehörden des Landes erfüllt werden. Das Bundeskriminalamt legt im Benehmen mit den Landeskriminalämtern Einzelheiten der Informationsübermittlung fest.</p>
    <p nr="2">Die Justiz- und Verwaltungsbehörden der Länder teilen dem jeweils zuständigen Landeskriminalamt unverzüglich den Beginn, die Unterbrechung und die Beendigung von Freiheitsentziehungen mit, die wegen des Verdachts oder des Nachweises einer rechtswidrigen Tat von einem Gericht angeordnet worden sind. Die Justizbehörden des Bundes und der Länder teilen dem jeweils zuständigen Landeskriminalamt unverzüglich und, soweit technisch möglich, automatisiert mit: <dl><dt>1.</dt><dd>die Entscheidung, dass <dl><dt>a)</dt><dd>die beschuldigte Person rechtskräftig freigesprochen wurde,</dd><dt>b)</dt><dd>die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen die beschuldigte Person unanfechtbar abgelehnt wurde oder</dd><dt>c)</dt><dd>das Verfahren nicht nur vorläufig eingestellt wurde</dd></dl>sowie</dd><dt>2.</dt><dd>die tragenden Gründe der Entscheidung nach Nummer 1.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Absatz 1 Satz 1 gilt entsprechend für die Polizeien des Bundes, soweit die Informationen Vorgänge betreffen, die sie in eigener Zuständigkeit bearbeiten. Satz 1 gilt im Bereich der Zollverwaltung, soweit <dl><dt>1.</dt><dd>aufgrund einer Rechtsverordnung nach <a>§ 68</a> des Bundespolizeigesetzes grenzpolizeiliche Aufgaben wahrgenommen werden,</dd><dt>2.</dt><dd>die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Ermittlungsbefugnisse nach <a>§ 14</a> des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes wahrnimmt,</dd><dt>3.</dt><dd>Ermittlungsbefugnisse zur Verfolgung von Steuerstraftaten nach <a>§ 369</a> der Abgabenordnung wahrgenommen werden.</dd></dl>Im Übrigen richtet sich die Informationsübermittlung der Zollbehörden an das Bundeskriminalamt nach den Vorschriften der Abgabenordnung, des Zollverwaltungsgesetzes und des Zollfahndungsdienstgesetzes sowie des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes.</p>
    <p nr="4">Für die im Rahmen seiner Aufgaben nach den <a>§§ 3 bis 8</a> gewonnenen Informationen gelten für das Bundeskriminalamt die Unterrichtungspflichten nach Absatz 1 Satz 1 entsprechend.</p>
    <p nr="5">Die Verantwortlichkeit für die Zulässigkeit der Übermittlung nach den Absätzen 1 bis 3 trägt die übermittelnde Stelle.</p>
  </main>
</jur>
