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  <header short="BPolHfV" amtabk="BPolHfV" norm="bpolhfv" title="Bundespolizei-Heilfürsorgeverordnung">
    <long>Verordnung über die Gewährung von Heilfürsorge für Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte in der Bundespolizei und beim Deutschen Bundestag</long>
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 1</a> V v. <time datetime="2025-03-11">11.3.2025</time> I Nr. 80</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="58d7174d" bez="§ 3" target="3" title="Heilfürsorgekarte"/>
    <index id="675a02bc" bez="§ 4" target="4" title="Leistungen"/>
    <next id="c67f301b" bez="§ 5" target="5" title="Ärztliche Behandlung von Heilfürsorgeberechtigten"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Kapitel 1" title="Allgemeine Vorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Leistungen">
    <p nr="1">Die Heilfürsorge umfasst folgende Leistungen: <dl><dt>1.</dt><dd>Leistungen zur Verhütung und Früherkennung von Krankheiten, medizinische Vorsorgeleistungen und medizinische Vorsorge für Mütter und Väter entsprechend den <a>§§ 20, 20i, 23 bis 24b und 25</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>2.</dt><dd>Leistungen bei Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft entsprechend den <a>§§ 24c bis 24h</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sowie zusätzlich 200 Euro pro Schwangerschaft für zusätzliche Vorsorge- und Früherkennungsleistungen,</dd><dt>3.</dt><dd>Leistungen zur künstlichen Befruchtung entsprechend <a>§ 27a</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>4.</dt><dd>ärztliche und zahnärztliche Behandlung entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 28, 55 und 56</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>5.</dt><dd>Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit <a>§ 31</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>6.</dt><dd>Versorgung mit Heilmitteln entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 32 und 92</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>7.</dt><dd>Versorgung mit Hilfsmitteln entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 33, 36 und 92</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>8.</dt><dd>häusliche Krankenpflege, Soziotherapie und spezialisierte ambulante Palliativversorgung entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 37 bis 37b</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>9.</dt><dd>Haushaltshilfe entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit <a>§ 38</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>10.</dt><dd>Krankenhausbehandlung sowie stationäre und ambulante Hospizleistungen entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 39 und 39a</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>11.</dt><dd>Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter sowie ergänzende Leistungen zur Rehabilitation entsprechend <a>§ 27 Absatz 1</a> in Verbindung mit den <a>§§ 40, 41 und 43</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>12.</dt><dd>Fahrkosten entsprechend <a>§ 60</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,</dd><dt>13.</dt><dd>Leistungen bei Pflegebedürftigkeit entsprechend dem Elften Buch Sozialgesetzbuch.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Soweit in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist, entsprechen die Leistungen der Heilfürsorge den Leistungen <dl><dt>1.</dt><dd>der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch und den hierauf beruhenden, im Rang nachgehenden Regelungen sowie</dd><dt>2.</dt><dd>der sozialen Pflegeversicherung nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch.</dd></dl>Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.</p>
    <p nr="3">Grundsätzlich werden die Kosten der Leistungen auf der Grundlage der von den Ersatzkassen getroffenen Vereinbarungen mit den Leistungserbringern übernommen.</p>
    <p nr="4">Für vertragsärztliche und vertragszahnärztliche Leistungen im Rahmen des Sicherstellungsauftrages nach <a>§ 75 Absatz 3</a> des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gelten die Vorschriften des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sowie die hierauf beruhenden Regelungen, soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt und keine abweichenden Vereinbarungen bestehen.</p>
    <p nr="5">In begründeten Einzelfällen kann das Bundespolizeipräsidium im Rahmen seiner Fürsorgepflicht einer Abweichung von den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses unter nachrichtlicher Beteiligung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zustimmen.</p>
  </main>
</jur>
