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  <header short="BZRG" amtabk="BZRG" norm="bzrg" title="Bundeszentralregistergesetz">
    <long>Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister</long>
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1984-09-21">21.9.1984</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl184s1229.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1984 S. 1229" type="application/pdf" rel="external noopener">1229</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl184s1985.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1984 S. 1985" type="application/pdf" rel="external noopener">1985</a> I 195;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 10</a> G v. <time datetime="2026-04-23">23.4.2026</time> I Nr. 111</change>
      <change type="Sonst">Mittelbare Änderung durch <a>Art. 154a Nr. 3 Buchst. a</a> G v. <time datetime="2019-11-20">20.11.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s1626.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 1626" type="application/pdf" rel="external noopener">1626</a> ist nicht ausführbar, da das geänderte G v. <time datetime="2019-06-21">21.6.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s0846.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 846" type="application/pdf" rel="external noopener">846</a> zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des mittelbaren Änderungsgesetzes bereits zum <time datetime="2019-11-01">1.11.2019</time> in Kraft getreten war</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="c67ab401" bez="§ 51" target="51" title="Verwertungsverbot"/>
    <index id="4b213950" bez="§ 52" target="52" title="Ausnahmen"/>
    <next id="3660e437" bez="§ 53" target="53" title="Offenbarungspflicht bei Verurteilungen"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Zweiter Teil" title="Das Zentralregister"/>
    <section bez="Fünfter Abschnitt" title="Rechtswirkungen der Tilgung"/>
  </scope>
  <main title="Ausnahmen">
    <p nr="1">Die frühere Tat darf abweichend von <a>§ 51 Abs. 1</a> nur berücksichtigt werden, wenn <dl><dt>1.</dt><dd>die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder eine Ausnahme zwingend gebietet,</dd><dt>2.</dt><dd>in einem erneuten Strafverfahren ein Gutachten über die Voraussetzungen der <a>§§ 20, 21, 63, 64, 66, 66a oder 66b</a> des Strafgesetzbuchs zu erstatten ist, falls die Umstände der früheren Tat für die Beurteilung der Schuldfähigkeit oder Gefährlichkeit der betroffenen Person von Bedeutung sind,</dd><dt>3.</dt><dd>die Wiederaufnahme des früheren Verfahrens beantragt wird,</dd><dt>4.</dt><dd>die betroffene Person die Zulassung zu einem Beruf oder einem Gewerbe, die Einstellung in den öffentlichen Dienst oder die Erteilung einer Waffenbesitzkarte, eines Munitionserwerbscheins, Waffenscheins, Jagdscheins oder einer Erlaubnis nach <a>§ 27</a> des Sprengstoffgesetzes beantragt, falls die Zulassung, Einstellung oder Erteilung der Erlaubnis sonst zu einer erheblichen Gefährdung der Allgemeinheit führen würde; das gleiche gilt, wenn die betroffene Person die Aufhebung einer die Ausübung eines Berufes oder Gewerbes untersagenden Entscheidung beantragt oder</dd><dt>5.</dt><dd>dies in gesetzlichen Bestimmungen unter Bezugnahme auf diese Vorschrift vorgesehen ist.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Abweichend von <a>§ 51 Absatz 1</a> darf eine frühere Tat ferner <dl><dt>1.</dt><dd>in einem Verfahren, das die Erteilung oder Entziehung einer Fahrerlaubnis zum Gegenstand hat,</dd><dt>2.</dt><dd>zur Ergreifung von Maßnahmen nach dem Fahreignungs-Bewertungssystem nach <a>§ 4 Absatz 5</a> des Straßenverkehrsgesetzes</dd></dl>berücksichtigt werden, solange die Verurteilung nach den Vorschriften der <a>§§ 28 bis 30b</a> des Straßenverkehrsgesetzes verwertet werden darf. Außerdem dürfen für die Prüfung der Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen Entscheidungen der Gerichte nach den <a>§§ 69 bis 69b</a> des Strafgesetzbuches verwertet werden.</p>
  </main>
</jur>
