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  <header short="DiPAV" amtabk="DiPAV" norm="dipav" title="Digitale Pflegeanwendungen-Verordnung">
    <long>Verordnung zur Prüfung der Erstattungsfähigkeit digitaler Pflegeanwendungen nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch</long>
    <changes>
      <change type="Hinweis">Geändert durch <a>Art. 4a</a> G v. <time datetime="2024-03-22">22.3.2024</time> I Nr. 101</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="b22c1bb7" bez="§ 1" target="1" title="Antragsberechtigung"/>
    <index id="ca2133ac" bez="§ 2" target="2" title="Antragsinhalt"/>
    <next id="a203ebed" bez="§ 3" target="3" title="Anforderungen an Sicherheit und Funktionstauglichkeit digitaler Pflegeanwendungen als Nicht-Medizinprodukte"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt 1" title="Antragsberechtigung und Antragsinhalte"/>
  </scope>
  <main title="Antragsinhalt">
    <p nr="1">Der vom Hersteller einer digitalen Pflegeanwendung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu stellende Antrag enthält Angaben über die Anforderungen nach <a>§ 78a Absatz 4 Satz 3 und 4</a> des Elften Buches Sozialgesetzbuch. Zudem enthält der Antrag insbesondere Angaben zu: <dl><dt>1.</dt><dd>den Hersteller und die digitale Pflegeanwendung identifizierenden Merkmalen,</dd><dt>2.</dt><dd>der Zweckbestimmung, die sich bei Medizinprodukten nach den jeweils geltenden medizinprodukterechtlichen Vorschriften zu richten hat,</dd><dt>3.</dt><dd>der an dem Konformitätsbewertungsverfahren nach den jeweils geltenden medizinprodukterechtlichen Vorschriften beteiligten Benannten Stelle, soweit zutreffend,</dd><dt>4.</dt><dd>den von der Benannten Stelle ausgestellten, für die digitale Pflegeanwendung relevanten Zertifikaten und zu der Konformitätserklärung des Herstellers, soweit zutreffend,</dd><dt>5.</dt><dd>der Gebrauchsanweisung,</dd><dt>6.</dt><dd>Zweckbestimmung, Wirkungsweise, Inhalt und Nutzung der digitalen Pflegeanwendung in einer allgemeinverständlichen Form,</dd><dt>7.</dt><dd>den Funktionen der digitalen Pflegeanwendung,</dd><dt>8.</dt><dd>den an der Entwicklung der digitalen Pflegeanwendung beteiligten Einrichtungen und Organisationen, sofern zutreffend,</dd><dt>9.</dt><dd>den Quellen für die pflegebezogenen Inhalte und Verfahren, die in der digitalen Pflegeanwendung umgesetzt werden, insbesondere zu den pflegerisch-medizinischen Leitlinien und Expertenstandards, Lehrwerken und Studien,</dd><dt>10.</dt><dd>dem vorliegenden Nachweis eines pflegerischen Nutzens nach den <a>§§ 9 bis 11</a> einschließlich ergänzender Unterstützungsleistungen in einer allgemeinverständlichen Kurzfassung,</dd><dt>11.</dt><dd>der Gruppe von Pflegebedürftigen und sonstigen Nutzern, für die ein pflegerischer Nutzen nach den <a>§§ 9 bis 11</a> nachgewiesen wurde,</dd><dt>12.</dt><dd>dem pflegerischen Nutzen, der nach den <a>§§ 9 bis 11</a> für die angegebene Gruppe von Pflegebedürftigen und sonstigen Nutzern nachgewiesen wurde,</dd><dt>13.</dt><dd>der Studie oder den Studien des Herstellers zum Nachweis des pflegerischen Nutzens nach <a>§ 11</a> einschließlich ergänzender Unterstützungsleistungen einer digitalen Pflegeanwendung,</dd><dt>14.</dt><dd>der Erfüllung der Anforderungen und Vorgaben nach den <a>§§ 3 bis 11</a>,</dd><dt>15.</dt><dd>den in der digitalen Pflegeanwendung vorgesehenen Nutzerrollen,</dd><dt>16.</dt><dd>der qualitätsgesicherten Nutzung der digitalen Pflegeanwendung im häuslichen Umfeld, insbesondere zu Beeinträchtigungen, die eine Nutzung ausschließen,</dd><dt>17.</dt><dd>den für die Nutzung der digitalen Pflegeanwendung vom Hersteller für erforderlich gehaltenen ergänzenden Unterstützungsleistungen nach Art, Inhalt, Umfang und Dauer, sofern zutreffend,</dd><dt>18.</dt><dd>den Standorten der Datenverarbeitung der digitalen Pflegeanwendung,</dd><dt>19.</dt><dd>den Kompatibilitätszusagen des Herstellers der digitalen Pflegeanwendung in Bezug auf unterstützte Plattformen und Geräte sowie in Bezug auf erforderliches Zubehör und sonstige Produktbestandteile, sofern zutreffend,</dd><dt>20.</dt><dd>den zur Herstellung von semantischer, syntaktischer und technischer Interoperabilität der digitalen Pflegeanwendung genutzten Standards und Profilen sowie Angaben zu den menschenlesbaren Exportformaten und</dd><dt>21.</dt><dd>der Höhe der Deckungssumme der vom Hersteller für die digitale Pflegeanwendung für Personenschäden abgeschlossenen Haftpflichtversicherung.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Der Hersteller kennzeichnet in seinem Antrag diejenigen Angaben nach Absatz 1, bei denen rechtliche Anforderungen an den Schutz der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse oder an den Schutz personenbezogener Daten oder des geistigen Eigentums einer Veröffentlichung entgegenstehen.</p>
    <p nr="3">Der Hersteller stellt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit dem Antrag einen kostenfreien Zugang zu der digitalen Pflegeanwendung zur Verfügung.</p>
    <p nr="4">Angaben des Herstellers nach Absatz 1 Satz 2, die nach <a>§ 16 Absatz 2</a> zur Veröffentlichung im Verzeichnis für digitale Pflegeanwendungen bestimmt sind, sind in deutscher Sprache zu machen.</p>
  </main>
</jur>
