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  <header short="EBO" amtabk="EBO" norm="ebo" title="Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 2</a> V v. <time datetime="2019-04-05">5.4.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s0479.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 479" type="application/pdf" rel="external noopener">479</a></change>
      <change type="Hinweis">Änderung durch <a>Art. 22</a> G v. <time datetime="2026-07-22">22.7.2026</time> I Nr. 224 textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet</change>
    </changes>
  </header>
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    <prev id="cd20cc56" bez="§ 39" target="39" title="Zugfolge"/>
    <index id="db9f932d" bez="§ 40" target="40" title="Fahrgeschwindigkeit"/>
    <next id="1c23dbc0" bez="§ 41" target="41" title=""/>
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    <section bez="Vierter Abschnitt" title="Bahnbetrieb"/>
  </scope>
  <main title="Fahrgeschwindigkeit">
    <p nr="1">Die Geschwindigkeit, mit der ein Zug höchstens fahren darf (zulässige Geschwindigkeit), ist abhängig von <dl><dt>1.</dt><dd>der Bauart der einzelnen Fahrzeuge,</dd><dt>2.</dt><dd>der Art und Länge der Züge (<a>§ 34</a>),</dd><dt>3.</dt><dd>den Bremsverhältnissen (<a>§ 35</a>),</dd><dt>4.</dt><dd>den Streckenverhältnissen,</dd><dt>5.</dt><dd>den betrieblichen Verhältnissen</dd></dl>und von den Vorschriften der folgenden Absätze.</p>
    <p nr="2">Die zulässige Geschwindigkeit beträgt <dl><dt>1.</dt><dd>für Reisezüge mit durchgehender Bremse <br/><br/><table/></dd><dt>2.</dt><dd>für Güterzüge mit durchgehender Bremse <br/><br/><table/><br/><br/></dd><dt>3.</dt><dd>für Züge ohne durchgehende Bremse 50 km/h.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Die zulässige Geschwindigkeit beträgt 50 km/h, wenn <dl><dt>1.</dt><dd>führende Lokomotiven mit dem Tender voran fahren; Ausnahmen sind zulässig (<a>§ 3 Abs. 1 Nr. 2</a>);</dd><dt>2.</dt><dd>andere führende Triebfahrzeuge sowie Steuerwagen ausnahmsweise vom hinteren Führerstand aus bedient werden müssen und der vordere Führerstand mit einem Betriebsbeamten besetzt ist, der den Zug zum Halten bringen kann;</dd><dt>3.</dt><dd>bei einmännig besetzten führenden Fahrzeugen die Sicherheitsfahrschaltung gestört ist.</dd></dl></p>
    <p nr="4">Geschobene Züge dürfen höchstens 30 km/h fahren, <br/><table/></p>
    <p nr="5">Nachgeschobene Züge dürfen höchstens 60 km/h fahren. Ist das nachschiebende Triebfahrzeug an die durchgehende Bremse angeschlossen, darf der Zug höchstens 80 km/h fahren.</p>
    <p nr="6">Hilfszüge (z. B. Gerätewagen, Hilfslokomotiven) dürfen auch bei Dienstruhe verkehren, wenn ihre Geschwindigkeit höchstens 50 km/h beträgt. Bahnübergänge mit offenen Schranken sowie mit fernüberwachten oder nicht eingeschalteten Lichtzeichen oder Blinklichtern dürfen dabei ohne Sicherung durch Posten mit höchstens 10 km/h befahren werden.</p>
    <p nr="7">In Gleisbogen darf die Geschwindigkeit betragen <dl><dt/><dd><dl><dt/><dd><dl><dt/><dd><dl><dt>v =</dt><dd>Wurzel aus r/11,8 x (u + u(tief)f)</dd><dt>v =</dt><dd>Geschwindigkeit in km/h</dd><dt>r =</dt><dd>Bogenradius in m</dd><dt>u =</dt><dd>Überhöhung in mm.</dd><dt>u(tief)f =</dt><dd>Überhöhungsfehlbetrag in mm</dd></dl></dd></dl></dd></dl></dd></dl>Der Überhöhungsfehlbetrag ist in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Oberbaus, von der Bauart der Fahrzeuge sowie von der Ladung und deren Sicherung festzulegen; er soll nicht größer sein als 150 mm.</p>
    <p nr="8">Für Probefahrten (Versuchszüge) sind Ausnahmen von vorstehenden Vorschriften zulässig (<a>§ 3 Abs. 1 Nr. 2</a>), ausgenommen von der Vorschrift in Absatz 6.</p>
  </main>
</jur>
