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<jur id="adb97509" lastmod="2026-04-15T14:37:06+00:00">
  <header short="EGInsO" amtabk="EGInsO" norm="eginso" title="Einführungsgesetz zur Insolvenzordnung">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 37</a> G v. <time datetime="2024-07-12">12.7.2024</time> I Nr. 234</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="2667e41a" bez="§ 1" target="art_102_1" title="Örtliche Zuständigkeit"/>
    <index id="adb97509" bez="§ 2" target="art_102_2" title="Begründung des Eröffnungsbeschlusses"/>
    <next id="d5b45d12" bez="§ 3" target="art_102_3" title="Vermeidung von Kompetenzkonflikten"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Art 102" title=""/>
    <section bez="Art 102b" title="Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012"/>
    <section bez="Art 102c" title="Durchführung der Verordnung (EU) 2015/848 über Insolvenzverfahren"/>
    <section bez="Teil 1" title="Allgemeine Bestimmungen"/>
  </scope>
  <main title="Begründung des Eröffnungsbeschlusses">
    <p>Ist anzunehmen, dass sich Vermögen des Schuldners in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union befindet, sollen im Eröffnungsbeschluss die tatsächlichen Feststellungen und rechtlichen Erwägungen kurz dargestellt werden, aus denen sich eine Zuständigkeit nach <a>Artikel 3</a> der Verordnung (EG) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32000R1346" title="Verordnung (EG) Nr. 1346/2000" rel="noopener external">1346/2000</a> für die deutschen Gerichte ergibt.</p>
    <p>Die nach <a>§ 1</a> zulässigen Maßnahmen unterliegen nicht der Insolvenzanfechtung.</p>
    <p nr="1">Hat das Gericht eines anderen Mitgliedstaats der Europäischen Union ein Hauptinsolvenzverfahren eröffnet, so ist, solange dieses Insolvenzverfahren anhängig ist, ein bei einem deutschen Insolvenzgericht gestellter Antrag auf Eröffnung eines solchen Verfahrens über das zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen unzulässig. Ein entgegen Satz 1 eröffnetes Verfahren ist nach Maßgabe der <a>Artikel 34 bis 52</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32015R0848" title="Verordnung (EU) 2015/848" rel="noopener external">2015/848</a> als Sekundärinsolvenzverfahren fortzuführen, wenn eine Zuständigkeit der deutschen Gerichte nach <a>Artikel 3 Absatz 2</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32015R0848" title="Verordnung (EU) 2015/848" rel="noopener external">2015/848</a> besteht; liegen die Voraussetzungen für eine Fortführung nicht vor, ist es einzustellen.</p>
    <p nr="2">Hat das Gericht eines Mitgliedstaats der Europäischen Union die Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgelehnt, weil nach <a>Artikel 3 Absatz 1</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32015R0848" title="Verordnung (EU) 2015/848" rel="noopener external">2015/848</a> die deutschen Gerichte zuständig seien, so darf ein deutsches Insolvenzgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht mit der Begründung ablehnen, dass die Gerichte des anderen Mitgliedstaats zuständig seien.</p>
  </main>
</jur>
