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  <header short="ErsDiG" amtabk="ZDG" norm="ersdig" title="Zivildienstgesetz">
    <long>Gesetz über den Zivildienst der Kriegsdienstverweigerer</long>
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2005-05-17">17.5.2005</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl105s1346.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2005 S. 1346" type="application/pdf" rel="external noopener">1346</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 8</a> G v. <time datetime="2025-12-22">22.12.2025</time> I Nr. 370</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="5a52cbe3" bez="§ 78" target="78" title="Entsprechende Anwendung weiterer Rechtsvorschriften"/>
    <index id="a8059451" bez="§ 79" target="79" title="Vorschriften für den Spannungs- oder Verteidigungsfall"/>
    <next id="5823447f" bez="§ 80" target="80" title="Einschränkung von Grundrechten"/>
  </nav>
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    <section bez="Abschnitt 8" title="Schlussvorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Vorschriften für den Spannungs- oder Verteidigungsfall">
    <p>Im Spannungs- oder Verteidigungsfall gelten die folgenden besonderen Vorschriften:<dl><dt>1.</dt><dd><a>§ 4 Absatz 1 Nummer 7</a> des Wehrpflichtgesetzes gilt entsprechend.</dd><dt>2.</dt><dd><a>§ 43 Absatz 1 Nummer 1</a> ist nicht anzuwenden.</dd><dt>3.</dt><dd>Wehrpflichtige, die ihre Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragt haben, können zum Zivildienst einberufen werden, bevor über den Anerkennungsantrag entschieden ist.</dd><dt>4.</dt><dd>Zurückstellungen nach <a>§ 11 Abs. 2, 4, 5 und 6</a> aus der Zeit vor Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles treten außer Kraft; nach <a>§ 14a Abs. 1 und 2</a>, <a>§ 14b Abs. 1</a> und <a>§ 14c Abs. 1</a> bisher nicht zum Zivildienst herangezogene Dienstpflichtige können einberufen werden. Zurückstellungen nach <a>§ 11 Abs. 2 und 5</a> finden nicht statt. Zurückstellungen nach <a>§ 11 Abs. 4</a> sind zulässig, wenn die Heranziehung zum Zivildienst im Spannungs- oder Verteidigungsfall eine unzumutbare Härte bedeuten würde.</dd><dt>5.</dt><dd>In den Fällen des <a>§ 19 Abs. 4</a> bedarf es der Anhörung nicht.</dd><dt>6.</dt><dd><a>§ 15a Abs. 1</a> findet Anwendung, wenn der anerkannte Kriegsdienstverweigerer, der aus Gewissensgründen gehindert ist, Zivildienst zu leisten, binnen vier Wochen nach Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles nachweist, dass er in einem Arbeitsverhältnis mit üblicher Arbeitszeit in einem Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen tätig ist. <a>§ 15a Abs. 2</a> findet keine Anwendung.</dd></dl></p>
  </main>
</jur>
