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  <header short="ESBO" amtabk="ESBO" norm="esbo" title="Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 519</a> V v. <time datetime="2015-08-31">31.8.2015</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl115s1474.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2015 S. 1474" type="application/pdf" rel="external noopener">1474</a></change>
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    <prev id="b22a6748" bez="§ 39" target="39" title="Zugfolge"/>
    <index id="3a3d1f65" bez="§ 40" target="40" title="Fahrgeschwindigkeit"/>
    <next id="4230377e" bez="§ 41" target="41" title="Schieben und Nachschieben der Züge"/>
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  <main title="Fahrgeschwindigkeit">
    <p nr="1">Die Geschwindigkeit, mit der ein Zug höchstens fahren darf (zulässige Geschwindigkeit), ist abhängig von <dl><dt>1.</dt><dd>der Bauart der einzelnen Fahrzeuge,</dd><dt>2.</dt><dd>der Art und Länge der Züge (<a>§ 34</a>),</dd><dt>3.</dt><dd>den Bremsverhältnissen (<a>§ 35</a>),</dd><dt>4.</dt><dd>den Streckenverhältnissen,</dd><dt>5.</dt><dd>den betrieblichen Verhältnissen</dd></dl>und von den Vorschriften der folgenden Absätze.</p>
    <p nr="2">Die zulässige Geschwindigkeit beträgt <dl><dt>1.</dt><dd>für durchgehend gebremste Züge:80 km/h auf Strecken mit dem Grundmaß der Spurweite von 1.000 mm,60 km/h auf Strecken mit dem Grundmaß der Spurweite von 750 mm;</dd><dt>2.</dt><dd>für Züge ohne durchgehende Bremse:50 km/h;</dd><dt>3.</dt><dd>für Züge mit Rollfahrzeugen:30 km/h auf Strecken mit dem Grundmaß der Spurweite von 1.000 mm,20 km/h auf Strecken mit dem Grundmaß der Spurweite von 750 mm.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Die zulässige Geschwindigkeit beträgt bei Zügen nach Absatz 2 Nr. 1 nur 50 km/h, wenn <dl><dt>1.</dt><dd>führende Triebfahrzeuge sowie Steuerwagen ausnahmsweise vom hinteren Führerstand aus bedient werden müssen und der vordere Führerstand mit einem Betriebsbeamten besetzt ist, der den Zug zum Halten bringen kann;</dd><dt>2.</dt><dd>bei einmännig besetzten führenden Fahrzeugen die Sicherheitsfahrschaltung gestört ist.</dd></dl></p>
    <p nr="4">Geschobene Züge dürfen höchstens 30 km/h fahren, über Bahnübergänge ohne technische Sicherung (vgl. <a>§ 11 Abs. 3</a> EBO) höchstens 20 km/h.</p>
    <p nr="5">Nachgeschobene Züge dürfen höchstens 40 km/h fahren.</p>
    <p nr="6">Hilfszüge dürfen auch bei Dienstruhe verkehren, wenn ihre Geschwindigkeit höchstens 50 km/h beträgt. Bahnübergänge mit offenen Schranken sowie mit fernüberwachten Blinklicht- oder Lichtzeichenanlagen dürfen dabei ohne Sicherung durch Posten höchstens mit 10 km/h befahren werden.</p>
    <p nr="7">In Gleisbogen darf die Geschwindigkeit von Zügen ohne Rollfahrzeuge betragen <dl><dt>1.</dt><dd>bei dem Grundmaß der Spurweite von 1.000 mm:</dd></dl><br/><verbatim>                     R          1,5<br/>    V = Wurzel aus  ---- x (ü x ---- + 130)<br/>                    11,8        1,0</verbatim><dl><dt>2.</dt><dd>bei dem Grundmaß der Spurweite von 750 mm:</dd></dl><br/><verbatim>                     R           1,5<br/>    V = Wurzel aus  ---- x (ü x ---- + 130)<br/>                    11,8        0,75</verbatim><dl><dt/><dd>V = Geschwindigkeit in km/hR = Bogenhalbmesser in mü = Überhöhung in mm.</dd></dl></p>
    <p nr="8">In Gleisbogen mit Halbmessern unter 100 m darf die Geschwindigkeit von Zügen mit Rollfahrzeugen höchstens 20 km/h betragen.</p>
    <p nr="9">Für Probefahrten (Versuchsfahrten) sind Ausnahmen von vorstehenden Vorschriften zulässig (<a>§ 3 Abs. 1 Nr. 2</a>), ausgenommen von der Vorschrift in Absatz 6.</p>
  </main>
</jur>
