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  <header short="EStG" amtabk="EStG" norm="estg" title="Einkommensteuergesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2009-10-08">8.10.2009</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3366.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3366" type="application/pdf" rel="external noopener">3366</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3862.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3862" type="application/pdf" rel="external noopener">3862</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 7</a> G v. <time datetime="2026-06-29">29.6.2026</time> I Nr. 197</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="96baf73d" bez="§ 15a" target="15a" title="Verluste bei beschränkter Haftung"/>
    <index id="18f0a0bd" bez="§ 15b" target="15b" title="Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen"/>
    <next id="9d628f3f" bez="§ 16" target="16" title="Veräußerung des Betriebs"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="II." title="Einkommen"/>
    <section bez="8." title="Die einzelnen Einkunftsarten"/>
    <section bez="b)" title="Gewerbebetrieb (§ 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2)"/>
  </scope>
  <main title="Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen">
    <p nr="1"><sup>1</sup>Verluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell dürfen weder mit Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach <a>§ 10d</a> abgezogen werden. <sup>2</sup>Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt. <sup>3</sup><a>§ 15a</a> ist insoweit nicht anzuwenden.</p>
    <p nr="2"><sup>1</sup>Ein Steuerstundungsmodell im Sinne des Absatzes 1 liegt vor, wenn auf Grund einer modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form negativer Einkünfte erzielt werden sollen. <sup>2</sup>Dies ist der Fall, wenn dem Steuerpflichtigen auf Grund eines vorgefertigten Konzepts die Möglichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition Verluste mit übrigen Einkünften zu verrechnen. <sup>3</sup>Dabei ist es ohne Belang, auf welchen Vorschriften die negativen Einkünfte beruhen.</p>
    <p nr="3">Absatz 1 ist nur anzuwenden, wenn innerhalb der Anfangsphase das Verhältnis der Summe der prognostizierten Verluste zur Höhe des gezeichneten und nach dem Konzept auch aufzubringenden Kapitals oder bei Einzelinvestoren des eingesetzten Eigenkapitals 10 Prozent übersteigt.</p>
    <p nr="3a">Unabhängig von den Voraussetzungen nach den Absätzen 2 und 3 liegt ein Steuerstundungsmodell im Sinne des Absatzes 1 insbesondere vor, wenn ein Verlust aus Gewerbebetrieb entsteht oder sich erhöht, indem ein Steuerpflichtiger, der nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet ist, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, auf Grund des Erwerbs von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens sofort abziehbare Betriebsausgaben tätigt, wenn deren Übereignung ohne körperliche Übergabe durch Besitzkonstitut nach <a>§ 930</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs oder durch Abtretung des Herausgabeanspruchs nach <a>§ 931</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs erfolgt.</p>
    <p nr="4"><sup>1</sup>Der nach Absatz 1 nicht ausgleichsfähige Verlust ist jährlich gesondert festzustellen. <sup>2</sup>Dabei ist von dem verrechenbaren Verlust des Vorjahres auszugehen. <sup>3</sup>Der Feststellungsbescheid kann nur insoweit angegriffen werden, als der verrechenbare Verlust gegenüber dem verrechenbaren Verlust des Vorjahres sich verändert hat. <sup>4</sup>Handelt es sich bei dem Steuerstundungsmodell um eine Gesellschaft oder Gemeinschaft im Sinne des <a>§ 180 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a</a> der Abgabenordnung, ist das für die gesonderte und einheitliche Feststellung der einkommensteuerpflichtigen und körperschaftsteuerpflichtigen Einkünfte aus dem Steuerstundungsmodell zuständige Finanzamt für den Erlass des Feststellungsbescheids nach Satz 1 zuständig; anderenfalls ist das Betriebsfinanzamt (<a>§ 18 Absatz 1 Nummer 2</a> der Abgabenordnung) zuständig. <sup>5</sup>Handelt es sich bei dem Steuerstundungsmodell um eine Gesellschaft oder Gemeinschaft im Sinne des <a>§ 180 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a</a> der Abgabenordnung, können die gesonderten Feststellungen nach Satz 1 mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung der einkommensteuerpflichtigen und körperschaftsteuerpflichtigen Einkünfte aus dem Steuerstundungsmodell verbunden werden; in diesen Fällen sind die gesonderten Feststellungen nach Satz 1 einheitlich durchzuführen.</p>
  </main>
  <footnotes>
    <footnote>
      <p>(+++ <a>§ 15b</a>: Zur Anwendung vgl. <a>§ 32b Abs. 1</a>, <a>§ 52</a> dieses G u. <a>§ 49 Abs. 4</a> InvStG 2018 +++)</p>
    </footnote>
  </footnotes>
</jur>
