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  <header short="EStG" amtabk="EStG" norm="estg" title="Einkommensteuergesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2009-10-08">8.10.2009</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3366.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3366" type="application/pdf" rel="external noopener">3366</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3862.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3862" type="application/pdf" rel="external noopener">3862</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 7</a> G v. <time datetime="2026-06-29">29.6.2026</time> I Nr. 197</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="64165dd7" bez="§ 48" target="48" title="Steuerabzug"/>
    <index id="f866320e" bez="§ 48a" target="48a" title="Verfahren"/>
    <next id="5c0ff5d5" bez="§ 48b" target="48b" title="Freistellungsbescheinigung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="VII." title="Steuerabzug bei Bauleistungen"/>
  </scope>
  <main title="Verfahren">
    <p nr="1"><sup>1</sup>Der Leistungsempfänger hat bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Monats, in dem die Gegenleistung im Sinne des <a>§ 48</a> erbracht wird, eine elektronische Anmeldung, in der er den Steuerabzug für den Anmeldungszeitraum selbst zu berechnen hat, nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz über die amtlich vorgeschriebene Schnittstelle zu übermitteln. <sup>2</sup>Auf Antrag kann das Finanzamt zur Vermeidung unbilliger Härten auf die Übermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz über die amtlich vorgeschriebene Schnittstelle verzichten; in diesem Fall ist die Anmeldung vom Leistungsempfänger nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abzugeben. <sup>3</sup>Der Abzugsbetrag ist am zehnten Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums fällig und an das für den Leistenden zuständige Finanzamt für Rechnung des Leistenden abzuführen. <sup>4</sup>Die Anmeldung des Abzugsbetrags steht einer Steueranmeldung gleich.</p>
    <p nr="2">Der Leistungsempfänger hat mit dem Leistenden unter Angabe <dl><dt>1.</dt><dd>des Namens und der Anschrift des Leistenden,</dd><dt>2.</dt><dd>des Rechnungsbetrags, des Rechnungsdatums und des Zahlungstags,</dd><dt>3.</dt><dd>der Höhe des Steuerabzugs und</dd><dt>4.</dt><dd>des Finanzamts, bei dem der Abzugsbetrag angemeldet worden ist,</dd></dl>über den Steuerabzug abzurechnen.</p>
    <p nr="3"><sup>1</sup>Der Leistungsempfänger haftet für einen nicht oder zu niedrig abgeführten Abzugsbetrag. <sup>2</sup>Der Leistungsempfänger haftet nicht, wenn ihm im Zeitpunkt der Gegenleistung eine Freistellungsbescheinigung (<a>§ 48b</a>) vorgelegen hat, auf deren Rechtmäßigkeit er vertrauen konnte. <sup>3</sup>Er darf insbesondere dann nicht auf eine Freistellungsbescheinigung vertrauen, wenn diese durch unlautere Mittel oder durch falsche Angaben erwirkt wurde und ihm dies bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit nicht bekannt war. <sup>4</sup>Den Haftungsbescheid erlässt das für den Leistenden zuständige Finanzamt.</p>
    <p nr="4"><a>§ 50b</a> gilt entsprechend.</p>
  </main>
</jur>
