<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="abab0e64" lastmod="2026-09-18T13:53:38+00:00" source-url="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/xml.zip" source-checked-at="2026-09-22T18:43:12+00:00" source-sha256="7853980dfa896620a775fc9f19375de9a6bc73ea3a8f47e3ec8c6ba0dce85c37" source-last-modified="Tue, 04 Aug 2026 19:55:10 GMT">
  <header short="EStG" amtabk="EStG" norm="estg" title="Einkommensteuergesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2009-10-08">8.10.2009</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3366.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3366" type="application/pdf" rel="external noopener">3366</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl109s3862.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2009 S. 3862" type="application/pdf" rel="external noopener">3862</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 7</a> G v. <time datetime="2026-06-29">29.6.2026</time> I Nr. 197</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="5a02d90d" bez="§ 54" target="54" title="(weggefallen)"/>
    <index id="abab0e64" bez="§ 55" target="55" title="Schlussvorschriften (Sondervorschriften für die Gewinnermittlung nach § 4 oder nach Durchschnittssätzen bei vor dem 1. Juli 1970 angeschafftem Grund und Boden)"/>
    <next id="1a55ecd3" bez="§ 56" target="56" title="Sondervorschriften für Steuerpflichtige in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="IX." title="Sonstige Vorschriften, Bußgeld-, Ermächtigungs- und Schlussvorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Schlussvorschriften (Sondervorschriften für die Gewinnermittlung nach § 4 oder nach Durchschnittssätzen bei vor dem 1. Juli 1970 angeschafftem Grund und Boden)">
    <p nr="1"><sup>1</sup>Bei Steuerpflichtigen, deren Gewinn für das Wirtschaftsjahr, in das der <time datetime="1970-06-30">30. Juni 1970</time> fällt, nicht nach <a>§ 5</a> zu ermitteln ist, gilt bei Grund und Boden, der mit Ablauf des <time datetime="1970-06-30">30. Juni 1970</time> zu ihrem Anlagevermögen gehört hat, als Anschaffungs- oder Herstellungskosten (<a>§ 4 Absatz 3 Satz 4</a> und <a>§ 6 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1</a>) das Zweifache des nach den Absätzen 2 bis 4 zu ermittelnden Ausgangsbetrags. <sup>2</sup>Zum Grund und Boden im Sinne des Satzes 1 gehören nicht die mit ihm in Zusammenhang stehenden Wirtschaftsgüter und Nutzungsbefugnisse.</p>
    <p nr="2"><sup>1</sup>Bei der Ermittlung des Ausgangsbetrags des zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen (<a>§ 33 Absatz 1 Satz 1</a> des Bewertungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom <time datetime="1965-12-10">10. Dezember 1965</time> – BGBl. I S. <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl1s1861.pdf" title="BGBl. I  S. 1861" type="application/pdf" rel="external noopener">1861</a> –, zuletzt geändert durch das Bewertungsänderungsgesetz 1971 vom <time datetime="1971-07-27">27. Juli 1971</time> – BGBl. I S. <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl1s1157.pdf" title="BGBl. I  S. 1157" type="application/pdf" rel="external noopener">1157</a>) gehörenden Grund und Bodens ist seine Zuordnung zu den Nutzungen und Wirtschaftsgütern (<a>§ 34 Absatz 2</a> des Bewertungsgesetzes) am <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> maßgebend; dabei sind die Hof- und Gebäudeflächen sowie die Hausgärten im Sinne des <a>§ 40 Absatz 3</a> des Bewertungsgesetzes nicht in die einzelne Nutzung einzubeziehen. <sup>2</sup>Es sind anzusetzen: <dl><dt>1.</dt><dd>bei Flächen, die nach dem Bodenschätzungsgesetz vom <time datetime="2007-12-20">20. Dezember 2007</time> (BGBl. I S. <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl107s3150.pdf" title="BGBl. I 2007 S. 3150" type="application/pdf" rel="external noopener">3150</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl107s3176.pdf" title="BGBl. I 2007 S. 3176" type="application/pdf" rel="external noopener">3176</a>) in der jeweils geltenden Fassung zu schätzen sind, für jedes katastermäßig abgegrenzte Flurstück der Betrag in Deutsche Mark, der sich ergibt, wenn die für das Flurstück am <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> im amtlichen Verzeichnis nach <a>§ 2 Absatz 2</a> der Grundbuchordnung (Liegenschaftskataster) ausgewiesene Ertragsmesszahl vervierfacht wird. <sup>2</sup>Abweichend von Satz 1 sind für Flächen der Nutzungsteile <dl><dt>a)</dt><dd>Hopfen, Spargel, Gemüsebau und Obstbau2,05 Euro je Quadratmeter,</dd><dt>b)</dt><dd>Blumen- und Zierpflanzenbau sowie Baumschulen2,56 Euro je Quadratmeter</dd></dl>anzusetzen, wenn der Steuerpflichtige dem Finanzamt gegenüber bis zum <time datetime="1972-06-30">30. Juni 1972</time> eine Erklärung über die Größe, Lage und Nutzung der betreffenden Flächen abgibt,</dd><dt>2.</dt><dd>für Flächen der forstwirtschaftlichen Nutzungje Quadratmeter 0,51 Euro,</dd><dt>3.</dt><dd>für Flächen der weinbaulichen Nutzung der Betrag, der sich unter Berücksichtigung der maßgebenden Lagenvergleichszahl (Vergleichszahl der einzelnen Weinbaulage, <a>§ 39 Absatz 1 Satz 3</a> und <a>§ 57</a> Bewertungsgesetz), die für ausbauende Betriebsweise mit Fassweinerzeugung anzusetzen ist, aus der nachstehenden Tabelle ergibt: <br/><br/><table><thead><tr><th>Lagenvergleichszahl</th><th>Ausgangsbetrag<br/> je Quadratmeter<br/> in Euro</th></tr></thead><tbody><tr><td>bis 20</td><td>1,28</td></tr><tr><td>21 bis 30</td><td>1,79</td></tr><tr><td>31 bis 40</td><td>2,56</td></tr><tr><td>41 bis 50</td><td>3,58</td></tr><tr><td>51 bis 60</td><td>4,09</td></tr><tr><td>61 bis 70</td><td>4,60</td></tr><tr><td>71 bis 100</td><td>5,11</td></tr><tr><td>über 100</td><td>6,39</td></tr></tbody></table><br/><br/></dd><dt>4.</dt><dd>für Flächen der sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, auf die Nummer 1 keine Anwendung findet,je Quadratmeter 0,51 Euro,</dd><dt>5.</dt><dd>für Hofflächen, Gebäudeflächen und Hausgärten im Sinne des <a>§ 40 Absatz 3</a> des Bewertungsgesetzesje Quadratmeter 2,56 Euro,</dd><dt>6.</dt><dd>für Flächen des Geringstlandesje Quadratmeter 0,13 Euro,</dd><dt>7.</dt><dd>für Flächen des Abbaulandesje Quadratmeter 0,26 Euro,</dd><dt>8.</dt><dd>für Flächen des Unlandesje Quadratmeter 0,05 Euro.</dd></dl></p>
    <p nr="3"><sup>1</sup>Lag am <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> kein Liegenschaftskataster vor, in dem Ertragsmesszahlen ausgewiesen sind, so ist der Ausgangsbetrag in sinngemäßer Anwendung des Absatzes 2 Nummer 1 Satz 1 auf der Grundlage der durchschnittlichen Ertragsmesszahl der landwirtschaftlichen Nutzung eines Betriebs zu ermitteln, die die Grundlage für die Hauptfeststellung des Einheitswerts auf den <time datetime="1964-01-01">1. Januar 1964</time> bildet. <sup>2</sup>Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 Satz 2 bleibt unberührt.</p>
    <p nr="4">Bei nicht zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehörendem Grund und Boden ist als Ausgangsbetrag anzusetzen: <dl><dt>1.</dt><dd>Für unbebaute Grundstücke der auf den <time datetime="1964-01-01">1. Januar 1964</time> festgestellte Einheitswert. <sup>2</sup>Wird auf den <time datetime="1964-01-01">1. Januar 1964</time> kein Einheitswert festgestellt oder hat sich der Bestand des Grundstücks nach dem <time datetime="1964-01-01">1. Januar 1964</time> und vor dem <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> verändert, so ist der Wert maßgebend, der sich ergeben würde, wenn das Grundstück nach seinem Bestand vom <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> und nach den Wertverhältnissen vom <time datetime="1964-01-01">1. Januar 1964</time> zu bewerten wäre;</dd><dt>2.</dt><dd>für bebaute Grundstücke der Wert, der sich nach Nummer 1 ergeben würde, wenn das Grundstück unbebaut wäre.</dd></dl></p>
    <p nr="5"><sup>1</sup>Weist der Steuerpflichtige nach, dass der Teilwert für Grund und Boden im Sinne des Absatzes 1 am <time datetime="1970-07-01">1. Juli 1970</time> höher ist als das Zweifache des Ausgangsbetrags, so ist auf Antrag des Steuerpflichtigen der Teilwert als Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. <sup>2</sup>Der Antrag ist bis zum <time datetime="1975-12-31">31. Dezember 1975</time> bei dem Finanzamt zu stellen, das für die Ermittlung des Gewinns aus dem Betrieb zuständig ist. <sup>3</sup>Der Teilwert ist gesondert festzustellen. <sup>4</sup>Vor dem <time datetime="1974-01-01">1. Januar 1974</time> braucht diese Feststellung nur zu erfolgen, wenn ein berechtigtes Interesse des Steuerpflichtigen gegeben ist. <sup>5</sup>Die Vorschriften der Abgabenordnung und der Finanzgerichtsordnung über die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gelten entsprechend.</p>
    <p nr="6"><sup>1</sup>Verluste, die bei der Veräußerung oder Entnahme von Grund und Boden im Sinne des Absatzes 1 entstehen, dürfen bei der Ermittlung des Gewinns in Höhe des Betrags nicht berücksichtigt werden, um den der ausschließlich auf den Grund und Boden entfallende Veräußerungspreis oder der an dessen Stelle tretende Wert nach Abzug der Veräußerungskosten unter dem Zweifachen des Ausgangsbetrags liegt. <sup>2</sup>Entsprechendes gilt bei Anwendung des <a>§ 6 Absatz 1 Nummer 2 Satz 2</a>.</p>
    <p nr="7">Grund und Boden, der nach <a>§ 4 Absatz 1 Satz 5</a> des Einkommensteuergesetzes 1969 nicht anzusetzen war, ist wie eine Einlage zu behandeln; er ist dabei mit dem nach Absatz 1 oder Absatz 5 maßgebenden Wert anzusetzen.</p>
  </main>
  <footnotes>
    <footnote>
      <p>(+++ <a>§ 55</a>: Zur Anwendung vgl. <a>§ 52</a> +++)</p>
    </footnote>
  </footnotes>
</jur>
