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  <header short="EUStAG" amtabk="EUStAG" norm="eustag" title="Europäische-Staatsanwaltschaft-Gesetz">
    <long>Gesetz zur Ausführung der EU-Verordnung zur Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft</long>
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    <prev id="8a329d9b" bez="§ 2" target="2" title="Verfahrensvorschriften"/>
    <index id="f23fb580" bez="§ 3" target="3" title="Anwendbarkeit von Vorschriften der Strafprozessordnung über das Ermittlungsverfahren"/>
    <next id="9a1d6dc1" bez="§ 4" target="4" title="Anwendbarkeit datenschutzrechtlicher Bestimmungen"/>
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  <main title="Anwendbarkeit von Vorschriften der Strafprozessordnung über das Ermittlungsverfahren">
    <p nr="1">Wenn die Europäische Staatsanwaltschaft nach den <a>Artikeln 22 und 23</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> zuständig ist und gemäß <a>Artikel 25</a> dieser Verordnung die Verfolgung übernommen hat, sind die <a>§§ 153c, 160 Absatz 1</a> und <a>§ 170 Absatz 2 Satz 1</a> der Strafprozessordnung nicht anzuwenden.</p>
    <p nr="2">Soweit die Vorschriften der Strafprozessordnung hinsichtlich einer Ermittlungsmaßnahme eine gerichtliche Anordnung oder Bestätigung vorsehen, ist bei grenzüberschreitenden Maßnahmen, die gemäß <a>Artikel 31 Absatz 3</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> in einem anderen an der Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft beteiligten Mitgliedstaat durchgeführt werden sollen, eine solche gerichtliche Anordnung oder Bestätigung bei einem deutschen Gericht nur einzuholen, wenn nach dem Recht des anderen Mitgliedstaates eine solche gerichtliche Anordnung oder Bestätigung nicht erforderlich ist.</p>
    <p nr="3">Soweit nach den Vorschriften der Strafprozessordnung die gerichtliche Zuständigkeit an den Sitz der zuständigen Staatsanwaltschaft anknüpft, gilt als Sitz der Europäischen Staatsanwaltschaft der Dienstort des gemäß <a>Artikel 13 Absatz 1</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> mit den Ermittlungen betrauten Delegierten Europäischen Staatsanwalts oder des gemäß <a>Artikel 31 Absatz 1 Satz 2</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> unterstützend tätig werdenden Delegierten Europäischen Staatsanwalts. Dies gilt auch dann, wenn der Europäische Staatsanwalt im Einklang mit <a>Artikel 28 Absatz 4</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> entschieden hat, die Leitung des Verfahrens selbst zu übernehmen.</p>
    <p nr="4"><a>§ 171 Satz 2</a> der Strafprozessordnung ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Antragsteller, der zugleich Verletzter ist, über die Möglichkeiten der Anfechtung gemäß <a>§ 172 Absatz 2</a> der Strafprozessordnung und gemäß <a>Artikel 42 Absatz 3</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> sowie die dafür jeweils vorgesehenen Fristen zu belehren ist.</p>
    <p nr="5">Die <a>§§ 172 bis 177</a> der Strafprozessordnung sind nicht anzuwenden, soweit dem Verletzten gemäß <a>Artikel 42 Absatz 3</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> der Rechtsweg zum Europäischen Gerichtshof eröffnet ist. Soweit nach <a>Artikel 42 Absatz 1</a> in Verbindung mit Absatz 3 der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> der Rechtsweg gegen eine Entscheidung nach <a>Artikel 39 Absatz 1</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32017R1939" title="Verordnung (EU) 2017/1939" rel="noopener external">2017/1939</a> zu den Gerichten der Mitgliedstaaten eröffnet ist, ist <a>§ 172 Absatz 1</a> der Strafprozessordnung nicht anzuwenden. Im Fall des Satzes 2 ist <a>§ 172 Absatz 2 Satz 1</a> der Strafprozessordnung mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Antragsteller, der zugleich Verletzter ist, binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides nach <a>§ 171</a> der Strafprozessordnung die gerichtliche Entscheidung gegen den Einstellungsbescheid der Europäischen Staatsanwaltschaft beantragen kann.</p>
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