<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="782af1b3" lastmod="2026-06-07T14:17:20+00:00">
  <header short="GenTSV 2021" amtabk="GenTSV" norm="gentsv_2021" title="Gentechnik-Sicherheitsverordnung">
    <long>Verordnung über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen</long>
    <changes>
      <change type="Sonst">Ersetzt V 2121-60-1-4 v. <time datetime="1990-10-24">24.10.1990</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl190s2340.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1990 S. 2340" type="application/pdf" rel="external noopener">2340</a> (GenTSV)</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="0027d9a8" bez="§ 23" target="23" title="Abwasser- und Abfallbehandlung bei gentechnischen Arbeiten der Sicherheitsstufen 1 und 2"/>
    <index id="782af1b3" bez="§ 24" target="24" title="Entsorgung von Abwässern und Abfällen ohne Vorbehandlung bei gentechnischen Arbeiten der Sicherheitsstufen 1 und 2"/>
    <next id="f03d899e" bez="§ 25" target="25" title="Inaktivierung von gentechnisch veränderten Organismen vor der Abwasser- oder Abfallentsorgung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt 3" title="Sicherheitsmaßnahmen"/>
  </scope>
  <main title="Entsorgung von Abwässern und Abfällen ohne Vorbehandlung bei gentechnischen Arbeiten der Sicherheitsstufen 1 und 2">
    <p nr="1">Abweichend von <a>§ 23</a> können folgende Abwässer sowie folgende flüssige und feste Abfälle ohne besondere Vorbehandlung entsorgt werden: <dl><dt>1.</dt><dd>Dusch- und Handwaschwasser sowie vergleichbare Abwässer aus Anlagen, in denen gentechnische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 oder 2 nach <a>§ 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2</a> des Gentechnikgesetzes durchgeführt werden,</dd><dt>2.</dt><dd>flüssiger und fester Abfall aus Anlagen, in denen gentechnische Arbeiten der Sicherheitsstufen 1 oder 2 nach <a>§ 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2</a> des Gentechnikgesetzes durchgeführt werden, wenn der Abfall nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit gentechnischen Arbeiten angefallen und damit nicht potentiell mit gentechnisch veränderten Organismen behaftet ist, und</dd><dt>3.</dt><dd>flüssiger und fester Abfall, der aus Anlagen stammt, in denen ausschließlich gentechnische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 durchgeführt werden, und der in unmittelbarem Zusammenhang mit diesen gentechnischen Arbeiten angefallen ist, wenn <dl><dt>a)</dt><dd>zur Erzeugung der gentechnisch veränderten Mikroorganismen <dl><dt>aa)</dt><dd>solche Stämme als Empfängerorganismen der Risikogruppe 1 verwendet werden, die die Bedingungen des <a>§ 8 Absatz 1</a> erfüllen,</dd><dt>bb)</dt><dd>die Vektoren die Bedingungen des <a>§ 8 Absatz 2</a> erfüllen und</dd><dt>cc)</dt><dd>von den eingeführten Nukleinsäuren keine schädlichen Auswirkungen auf die in <a>§ 1 Nummer 1</a> des Gentechnikgesetzes bezeichneten Rechtsgüter zu erwarten sind</dd></dl>oder</dd><dt>b)</dt><dd>der Abfall so gering kontaminiert ist, dass schädliche Auswirkungen auf die in <a>§ 1 Nummer 1</a> des Gentechnikgesetzes bezeichneten Rechtsgüter nicht zu erwarten sind.</dd></dl></dd></dl></p>
    <p nr="2">Für Abwasser, außer für Dusch- und Handwaschwasser, gilt Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3 entsprechend.</p>
  </main>
</jur>
