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  <header short="GenTSV 2021" amtabk="GenTSV" norm="gentsv_2021" title="Gentechnik-Sicherheitsverordnung">
    <long>Verordnung über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen</long>
    <changes>
      <change type="Sonst">Ersetzt V 2121-60-1-4 v. <time datetime="1990-10-24">24.10.1990</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl190s2340.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1990 S. 2340" type="application/pdf" rel="external noopener">2340</a> (GenTSV)</change>
    </changes>
  </header>
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    <prev id="4ad5af77" bez="§ 2" target="2" title="Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen"/>
    <index id="22f77736" bez="§ 3" target="3" title="Begriffsbestimmungen"/>
    <next id="5afa5f2d" bez="§ 4" target="4" title="Grundlagen der Risikobewertung und der Sicherheitseinstufung gentechnischer Arbeiten"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt 1" title="Allgemeine Vorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Begriffsbestimmungen">
    <p>Im Sinne dieser Verordnung ist oder sind <dl><dt>1.</dt><dd>Mikroorganismen:Viren, Viroide, Bakterien, Pilze, mikroskopisch kleine ein- oder mehrzellige Algen, Flechten, andere eukaryotische Einzeller oder mikroskopisch-kleine tierische Mehrzeller sowie tierische und pflanzliche Zellkulturen,</dd><dt>2.</dt><dd>Zellkultur:in-vitro-kultivierte Zellen, die aus vielzelligen Organismen isoliert worden sind,</dd><dt>3.</dt><dd>Pflanzen:makroskopische Algen, Moose sowie Farn- und Samenpflanzen,</dd><dt>4.</dt><dd>Tiere:alle makroskopischen tierischen Mehrzeller,</dd><dt>5.</dt><dd>hochwirksame Toxine:sehr giftige Stoffwechselprodukte, die infolge von Einatmen, Verschlucken oder einer Aufnahme durch die Haut äußerst schwere akute oder chronische Gesundheitsschäden oder den Tod bewirken können; um hochwirksame Toxine handelt es sich insbesondere, wenn mit ihnen Folgendes ermittelt wurde: <dl><dt>a)</dt><dd>nach Verbringen in den Magen der Ratte eine LD<sub>50</sub> bei einer Menge von bis zu 50 mg/kg Körpergewicht,</dd><dt>b)</dt><dd>nach Verbringen auf die Haut der Ratte oder des Kaninchens eine LD<sub>50</sub> bei einer Menge von bis zu 200 mg/kg Körpergewicht,</dd><dt>c)</dt><dd>nach Aufnahme über die Atemwege der Ratte eine LC<sub>50</sub><dl><dt>aa)</dt><dd>bei einer Menge von bis zu 0,5 mg/l Luft pro 4 Stunden von in der Luft schwebenden festen Teilchen als Staub oder von flüssigen Tröpfchen als Nebel,</dd><dt>bb)</dt><dd>bei einer Menge von bis zu 2 mg/l Luft pro 4 Stunden von Dämpfen der gasförmigen Phase, die aus der flüssigen oder festen Phase hervorgegangen sind, oder</dd><dt>cc)</dt><dd>bei einer Menge von bis zu 500 Teilen pro Million Teile im Volumen pro 4 Stunden von Gasen,</dd></dl></dd></dl></dd><dt>6.</dt><dd>Inaktivierung:Zerstörung der Vermehrungs- und Infektionsfähigkeit von Organismen einschließlich ihrer Fähigkeit, genetisches Material zu übertragen, und Zerstörung ihrer toxischen Wirkung sowie Zerstörung anderer gefährlicher Wirkungen von Organismen,</dd><dt>7.</dt><dd>Desinfektion:Reduktion der Anzahl vermehrungsfähiger oder infektiöser Organismen in dem Maße, dass von ihnen keine schädlichen Auswirkungen und insbesondere keine Infektionsgefahren ausgehen,</dd><dt>8.</dt><dd>Sterilisation; Sterilisierung: <dl><dt>a)</dt><dd>Sterilisation ist das Abtöten aller vermehrungsfähigen oder infektiösen Organismen einschließlich ihrer Dauerformen und Zerstörung ihrer gefährlichen Wirkungen,</dd><dt>b)</dt><dd>Sterilisierung sind Eingriffe, um Tieren die Fortpflanzungsfähigkeit zu nehmen,</dd></dl></dd><dt>9.</dt><dd>Laborbereich:Bereich, in dem in der Regel gentechnisch veränderte Organismen erzeugt werden oder in dem mit gentechnisch veränderten Organismen experimentell in labortypischen Geräten umgegangen wird,</dd><dt>10.</dt><dd>Produktionsbereich:Bereich, in dem <dl><dt>a)</dt><dd>in der Regel in standardisierten Prozessen gentechnisch veränderte Organismen vermehrt werden oder mit ihrer Hilfe Substanzen gewonnen werden oder</dd><dt>b)</dt><dd>ausnahmsweise gentechnisch veränderte Organismen erzeugt werden,</dd></dl>wobei der Umgang mit den gentechnisch veränderten Organismen in zumeist geschlossenen Apparaturen stattfindet,</dd><dt>11.</dt><dd>Tierräume:Gebäude oder abgetrennte Bereiche innerhalb eines Gebäudes mit Tierhaltungsräumen und dazugehörigen Funktions- und Betriebsräumen.</dd></dl></p>
  </main>
</jur>
