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  <header short="GenTSV 2021" amtabk="GenTSV" norm="gentsv_2021" title="Gentechnik-Sicherheitsverordnung">
    <long>Verordnung über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen</long>
    <changes>
      <change type="Sonst">Ersetzt V 2121-60-1-4 v. <time datetime="1990-10-24">24.10.1990</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl190s2340.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1990 S. 2340" type="application/pdf" rel="external noopener">2340</a> (GenTSV)</change>
    </changes>
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    <prev id="114f8ee7" bez="§ 33" target="33" title="Ordnungswidrigkeiten"/>
    <index id="6942a6fc" bez="Anlage 1" target="anlage_1" title="Allgemeine Kriterien für die Risikobewertung"/>
    <next id="e155ded1" bez="Anlage 2" target="anlage_2" title="Sicherheitsmaßnahmen für Labor- und für Produktionsbereiche"/>
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      <a href="/gentsv_2021/5#p1">§ 5 Absatz 1</a>
    </affiliated>
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  <main title="Allgemeine Kriterien für die Risikobewertung">
    <p>(Fundstelle: BGBl. I 2019, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s1248.pdf" title="BGBl. I 2019 S. 1248" type="application/pdf" rel="external noopener">1248</a> - <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s1250.pdf" title="BGBl. I 2019 S. 1250" type="application/pdf" rel="external noopener">1250</a>)</p>
    <p>Allgemeine Kriterien für die Risikobewertung von Organismen bei gentechnischen Arbeiten, sofern relevant: <dl><dt><b>1.</b></dt><dd><b>Informationen über Spender- und Empfängerorganismen bzw. Ausgangsorganismen</b><dl><dt>a)</dt><dd>Name und Bezeichnung</dd><dt>b)</dt><dd>Grad der Verwandtschaft</dd><dt>c)</dt><dd>Herkunft</dd><dt>d)</dt><dd>Information über reproduktive Zyklen (sexuell/asexuell) des Ausgangsorganismus oder ggf. des Empfängerorganismus</dd><dt>e)</dt><dd>Angaben über frühere gentechnische Veränderungen</dd><dt>f)</dt><dd>Stabilität des Empfängerorganismus in Bezug auf die einschlägigen genetischen Merkmale</dd><dt>g)</dt><dd>Pathogenität des Organismus für abwehrgesunde Menschen oder Tiere</dd><dt>h)</dt><dd>kleinste infektiöse Dosis</dd><dt>i)</dt><dd>Toxizität für die Umwelt sowie Toxizität und Allergenität für Menschen</dd><dt>j)</dt><dd>Widerstandsfähigkeit des Organismus: Überleben des Organismus bzw. Erhalten der Vermehrungs- und Infektionsfähigkeit von Mikroorganismen unter relevanten Bedingungen</dd><dt>k)</dt><dd>Kolonisierungskapazität</dd><dt>l)</dt><dd>Wirtsbereich</dd><dt>m)</dt><dd>Art der Übertragung, z. B. durch <dl><dt>–</dt><dd>direkten oder indirekten Kontakt mit der verletzten oder unverletzten Haut oder Schleimhaut</dd><dt>–</dt><dd>Aerosole oder Staub über den Atemtrakt</dd><dt>–</dt><dd>Wasser oder Lebensmittel über den Verdauungstrakt</dd><dt>–</dt><dd>Biss, Stich oder Injektion sowie über die Keimbahn bei tierischen Überträgern</dd><dt>–</dt><dd>diaplazentare Übertragung</dd></dl></dd><dt>n)</dt><dd>Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern durch den Organismus</dd><dt>o)</dt><dd>Verfügbarkeit von Therapeutika und/oder Impfstoffen und/oder anderen wirksamen Methoden zur Verhütung und Behandlung von humanen Erkrankungen</dd><dt>p)</dt><dd>Art und Eigenschaften der in den Organismen enthaltenen Vektoren: <dl><dt>–</dt><dd>Sequenz</dd><dt>–</dt><dd>Mobilisierbarkeit</dd><dt>–</dt><dd>Wirtsspezifität</dd><dt>–</dt><dd>Vorhandensein von relevanten Genen, z. B. Resistenzgenen</dd></dl></dd><dt>q)</dt><dd>Adventiv-Agenzien, die in den Organismus eingefügtes genetisches Material mobilisieren könnten</dd><dt>r)</dt><dd>andere potentiell signifikante physiologische Merkmale</dd><dt>s)</dt><dd>Stabilität der Merkmale nach Buchstabe r</dd><dt>t)</dt><dd>epidemiologische Situation: <dl><dt>–</dt><dd>Vorkommen und Verbreitung des Organismus</dd><dt>–</dt><dd>Rolle von lebenden Überträgern und Organismenreservoirs</dd><dt>–</dt><dd>Ausmaß der natürlichen Resistenz bei Mensch und Tier gegen den Organismus</dd><dt>–</dt><dd>Grad der erworbenen Immunität bei Mensch und Tier (z. B. durch stille Feiung und Impfung)</dd><dt>–</dt><dd>Vorkommen bzw. Nichtvorkommen eines geeigneten Wirtstiers</dd><dt>–</dt><dd>Resistenz bei Pflanzen (natürliche oder durch Züchtung bedingte)</dd><dt>–</dt><dd>Vorkommen bzw. Nichtvorkommen und Verbreitung einer geeigneten Wirtspflanze für den Organismus</dd></dl></dd><dt>u)</dt><dd>bedeutende Beteiligung des Organismus an Umweltprozessen (z. B. Stickstofffixierung oder pH-Regelung)</dd><dt>v)</dt><dd>Vorliegen von geeigneten Bedingungen zur Besiedelung der Umwelt durch den Organismus</dd><dt>w)</dt><dd>Wechselwirkung mit anderen und Auswirkungen auf andere Organismen in der Umwelt (einschließlich voraussichtlicher konkurrierender oder symbiotischer Eigenschaften)</dd><dt>x)</dt><dd>Fähigkeit, Überlebensstrukturen zu bilden (z. B. Samen, Sporen oder Sklerotien), und deren Ausbreitungsmöglichkeiten</dd></dl></dd><dt><b>2.</b></dt><dd><b>Informationen über den gentechnisch veränderten Organismus</b></dd><dt>2.1</dt><dd>Beschreibung der gentechnischen Veränderung <dl><dt>a)</dt><dd>Beschreibung der gentechnischen Veränderung einschließlich des Verfahrens zur Einführung des Vektors bzw. Inserts in den Empfängerorganismus oder des Verfahrens, das zur Erzielung der betreffenden gentechnischen Veränderung angewandt wird</dd><dt>b)</dt><dd>Herkunft des genetischen Materials, ggf. Identität des Spenderorganismus/der Spenderorganismen und der Merkmale</dd><dt>c)</dt><dd>vorangegangene gentechnische Veränderungen des Inserts</dd><dt>d)</dt><dd>Funktion der betreffenden gentechnischen Veränderung und/oder der neuen Nukleinsäure</dd><dt>e)</dt><dd>Art und Herkunft des Vektors</dd><dt>f)</dt><dd>Struktur und Menge eines Vektors und/oder einer Nukleinsäure des Spenderorganismus, wenn der Vektor und/oder die Nukleinsäure noch in der Endstruktur des veränderten Organismus verblieben sind</dd><dt>g)</dt><dd>Stabilität des Organismus in Bezug auf die gentechnisch veränderten Merkmale</dd><dt>h)</dt><dd>Häufigkeit der Mobilisierung des eingefügten Vektors und/oder Fähigkeit des Vektors zur Übertragung genetischer Information</dd><dt>i)</dt><dd>Höhe der Expression des gentechnisch eingeführten Materials; Messverfahren und Empfindlichkeitsgrad</dd><dt>j)</dt><dd>Ort des eingefügten genetischen Materials (Angabe zu einer möglichen Aktivierung/Deaktivierung von Wirtsgenen durch die Einfügung)</dd><dt>k)</dt><dd>Aktivität des zur Expression gebrachten Proteins</dd></dl></dd><dt>2.2</dt><dd>Gesundheitliche Erwägungen <dl><dt>a)</dt><dd>toxische oder allergene Auswirkungen der gentechnisch veränderten Organismen und/oder ihrer Stoffwechselprodukte</dd><dt>b)</dt><dd>Produktrisiken</dd><dt>c)</dt><dd>Vergleich der Pathogenität des gentechnisch veränderten Organismus mit der des Spender- oder Empfängerorganismus oder ggf. des Ausgangsorganismus</dd><dt>d)</dt><dd>Kolonisierungskapazität</dd><dt>e)</dt><dd>bei Pathogenität des gentechnisch veränderten Organismus für Menschen, die abwehrgesund sind: <dl><dt>–</dt><dd>verursachte Krankheiten und Mechanismus der Krankheiten hervorrufenden Eigenschaften einschließlich Invasivität und Virulenz</dd><dt>–</dt><dd>Übertragbarkeit</dd><dt>–</dt><dd>Infektionsdosis</dd><dt>–</dt><dd>Wirtsbereich, mögliche Veränderung des Wirtsbereiches</dd><dt>–</dt><dd>mögliche Änderung des Infektionsweges oder der Gewebsspezifität</dd><dt>–</dt><dd>Möglichkeit des Überlebens außerhalb des menschlichen Wirts</dd><dt>–</dt><dd>Vorhandensein von Überträgern oder Mitteln der Verbreitung</dd><dt>–</dt><dd>biologische Stabilität</dd><dt>–</dt><dd>Muster der Antibiotikaresistenz</dd><dt>–</dt><dd>Allergenität</dd><dt>–</dt><dd>Toxizität</dd><dt>–</dt><dd>Verfügbarkeit geeigneter Therapien und prophylaktischer Maßnahmen</dd></dl></dd></dl></dd><dt>2.3</dt><dd>Umwelterwägungen <dl><dt>a)</dt><dd>Faktoren, die das Überleben, die Vermehrung und die Verbreitung der gentechnisch veränderten Organismen in der Umwelt beeinflussen</dd><dt>b)</dt><dd>verfügbare Techniken zur Erfassung, Identifizierung und Überwachung der gentechnisch veränderten Organismen</dd><dt>c)</dt><dd>verfügbare Techniken zur Erfassung der Übertragung des gentechnisch eingeführten Materials auf andere Organismen</dd><dt>d)</dt><dd>bekannte und vorhergesagte Habitate des gentechnisch veränderten Organismus</dd><dt>e)</dt><dd>Beschreibung der Ökosysteme, auf die der Organismus unbeabsichtigt verbreitet werden könnte</dd><dt>f)</dt><dd>erwarteter Mechanismus und Ergebnis der Wechselwirkung zwischen dem gentechnisch veränderten Organismus und den Organismen oder Mikroorganismen, die im Falle einer Freisetzung in die Umwelt belastet werden könnten</dd><dt>g)</dt><dd>bekannte oder vorhersagbare Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere, wie Krankheiten hervorrufende Eigenschaften, Infektion, Toxigenität, Virulenz, Überträger der Krankheiten hervorrufenden Eigenschaften, Allergenität, veränderte Muster der Antibiotikaresistenz, veränderter Tropismus, Kolonisierung</dd><dt>h)</dt><dd>bekannte oder vorhersagbare Beteiligung an biogeochemischen Prozessen</dd><dt>i)</dt><dd>Verfügbarkeit von Methoden zur Dekontamination des Gebiets im Falle eines Austretens von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt</dd></dl></dd></dl></p>
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