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  <header short="GGVSee 2015" amtabk="GGVSee" norm="ggvsee_2015" title="Gefahrgutverordnung See">
    <long>Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen</long>
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2019-10-21">21.10.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s1475.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 1475" type="application/pdf" rel="external noopener">1475</a></change>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 16</a> G v. <time datetime="2019-12-12">12.12.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s2510.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 2510" type="application/pdf" rel="external noopener">2510</a></change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="aa0e309c" bez="§ 5" target="5" title="Verladung gefährlicher Güter"/>
    <index id="d2031887" bez="§ 6" target="6" title="Unterlagen für die Beförderung gefährlicher Güter"/>
    <next id="7a4a801f" bez="§ 7" target="7" title="Ausnahmen"/>
  </nav>
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  <main title="Unterlagen für die Beförderung gefährlicher Güter">
    <p nr="1">Für verpackte gefährliche Güter sind folgende Anforderungen zu erfüllen: <dl><dt>1.</dt><dd>das Beförderungsdokument muss neben den in Abschnitt 5.4.1 des IMDG-Codes geforderten Angaben auch den Namen und die Anschrift der ausstellenden Firma sowie den Namen desjenigen, der eigenverantwortlich die Pflichten des Unternehmers oder Betriebsinhabers als Versender wahrnimmt, enthalten; verschiedene Güter einer oder mehrerer Klassen dürfen mit den vorgeschriebenen Angaben in einem Beförderungsdokument nach Abschnitt 5.4.1 des IMDG-Codes zusammen aufgeführt werden, wenn für diese Güter nach den Kapiteln 3.2, 3.3, 3.4, 3.5 oder 7.2 bis 7.7 des IMDG-Codes das Stauen in einem Laderaum oder einer Güterbeförderungseinheit zugelassen ist;</dd><dt>2.</dt><dd>in dem nach Unterabschnitt 5.4.3.1 des IMDG-Codes vorgeschriebenen Gefahrgutmanifest oder Stauplan sind Name und Anschrift der ausstellenden Firma sowie der Name des für die Erstellung des Gefahrgutmanifests oder des Stauplans Verantwortlichen zu vermerken.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Die schriftliche Ladungsinformation für gefährliche Schüttgüter muss neben den nach Abschnitt 4.2 des IMSBC-Codes geforderten Angaben auch den Namen der ausstellenden Firma sowie den Namen desjenigen enthalten, der eigenverantwortlich die Pflichten des Unternehmers oder Betriebsinhabers als Versender wahrnimmt.</p>
    <p nr="3">Für gefährliche Massengüter in flüssiger oder verflüssigter Form sind folgende Ladungsinformationen erforderlich: <dl><dt>1.</dt><dd>Stoffname,</dd><dt>2.</dt><dd>MARPOL-Verschmutzungskategorie, wenn anwendbar,</dd><dt>3.</dt><dd>Ladungstemperatur, Dichte und Flammpunkt, wenn dieser höchstens 60 °C beträgt,</dd><dt>4.</dt><dd>Notfallmaßnahmen, die beim Freiwerden, bei Körperkontakt und bei Feuer zu ergreifen sind, und,</dd><dt>5.</dt><dd>wenn anwendbar, alle weiteren nach Abschnitt 16.2 des IBC-Codes, Abschnitt 5.2 des BCH-Codes, Abschnitt 18.1 des IGC-Codes oder Abschnitt 18.1 des GC-Codes erforderlichen Angaben.</dd></dl></p>
    <p nr="4">Werden die in den Absätzen 1 bis 3 genannten Informationen elektronisch übermittelt, dürfen die auf Dokumenten vorgesehenen Unterschriften durch den Namen der unterschriftsberechtigten Person ersetzt werden.</p>
    <p nr="5">Auf einem Seeschiff, das gefährliche Güter befördert, sind folgende Unterlagen mitzuführen: <dl><dt>1.</dt><dd>wenn das Seeschiff die Bundesflagge führt, <dl><dt>a)</dt><dd>ein Abdruck dieser Verordnung und</dd><dt>b)</dt><dd>der MFAG;</dd></dl></dd><dt>2.</dt><dd>bei der Beförderung gefährlicher Güter in verpackter Form, <dl><dt>a)</dt><dd>der IMDG-Code,</dd><dt>b)</dt><dd>der EmS-Leitfaden,</dd><dt>c)</dt><dd>die in Abschnitt 5.4.3 des IMDG-Codes geforderten Unterlagen,</dd><dt>d)</dt><dd>bei der grenzüberschreitenden Beförderung gefährlicher Abfälle zusätzlich die in Absatz 2.0.5.3.2 des IMDG-Codes geforderten Unterlagen,</dd><dt>e)</dt><dd>die erforderliche Bescheinigung nach Kapitel II-2 Regel 19 des SOLAS-Übereinkommens und</dd><dt>f)</dt><dd>ein Zeugnis nach dem INF-Code, wenn radioaktive Stoffe befördert werden, die dem INF-Code unterliegen;</dd></dl></dd><dt>3.</dt><dd>bei der Beförderung gefährlicher Güter in fester Form als Massengut, <dl><dt>a)</dt><dd>ein Beförderungsdokument, das mindestens die Anforderungen nach Kapitel VI Teil A Regel 2 des SOLAS-Übereinkommens erfüllt,</dd><dt>b)</dt><dd>die erforderliche Bescheinigung nach Kapitel II-2 Regel 19 des SOLAS-Übereinkommens,</dd><dt>c)</dt><dd>bei der grenzüberschreitenden Beförderung gefährlicher Abfälle zusätzlich die in Abschnitt 10 des IMSBC-Codes geforderten Unterlagen und</dd><dt>d)</dt><dd>der IMSBC-Code;</dd></dl></dd><dt>4.</dt><dd>bei der Beförderung flüssiger Stoffe, die dem IBC-Code, oder verflüssigter Gase, die dem IGC-Code unterliegen, <dl><dt>a)</dt><dd>der IBC-Code oder der IGC-Code,</dd><dt>b)</dt><dd>der BCH-Code oder der GC-Code, wenn zutreffend und das Schiff die Bundesflagge führt,</dd><dt>c)</dt><dd>die in Abschnitt 16.2 des IBC-Codes oder Abschnitt 18.1 des IGC-Codes geforderten Unterlagen,</dd><dt>d)</dt><dd>die in Abschnitt 5.2 des BCH-Codes oder Abschnitt 18.1 des GC-Codes geforderten Unterlagen, wenn zutreffend und das Schiff die Bundesflagge führt, und</dd><dt>e)</dt><dd>bei der grenzüberschreitenden Beförderung gefährlicher Abfälle zusätzlich die in Abschnitt 20.5.1 des IBC-Codes oder Abschnitt 8.5 des BCH-Codes geforderten Unterlagen.</dd></dl></dd></dl></p>
    <p nr="6">Anstelle der in Absatz 5 Nummer 2 Buchstabe a und b, Nummer 3 Buchstabe d und Nummer 4 Buchstabe a und b genannten Vorschriften dürfen die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bekannt gemachten entsprechenden Vorschriften mitgeführt werden.</p>
    <p nr="7">Auf einem Schiff, das die Bundesflagge führt, sind die in Absatz 5 Nummer 2 Buchstabe c und d genannten Unterlagen bis zur Beendigung der Reise mitzuführen. Werden Datenverarbeitungssysteme verwendet, sind die darauf gespeicherten Informationen bis zum Ende der Reise vorzuhalten. Die Unterlagen nach Satz 1 sowie die gespeicherten Informationen nach Satz 2 müssen auch nach Ende der Reise bis zum Abschluss der Unfalluntersuchung auf dem Seeschiff aufbewahrt werden, wenn Unfälle nach <a>§ 4 Absatz 8</a> gemeldet worden sind.</p>
    <p nr="8">Die nach den Absätzen 5 und 6 sowie nach <a>§ 3 Absatz 5</a> erforderlichen Unterlagen oder Ausdrucke aus den Datenverarbeitungssystemen sind zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung vorzulegen.</p>
  </main>
  <footnotes>
    <footnote>
      <p>(+++ <a>§ 6 Abs. 5 Nr. 2 Buchst. e, Nr. 3 Buchst. b</a>: Zur Anwendung vgl. <a>§ 28  Abs. 5</a> +++)</p>
    </footnote>
  </footnotes>
</jur>
