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  <header short="GrStG 1973" amtabk="GrStG" norm="grstg_1973" title="Grundsteuergesetz">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 32</a> G v. <time datetime="2024-12-02">2.12.2024</time> I Nr. 387</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="5067bcd6" bez="§ 16" target="16" title="Hauptveranlagung"/>
    <index id="b6c2b39b" bez="§ 17" target="17" title="Neuveranlagung"/>
    <next id="cecf9b80" bez="§ 18" target="18" title="Nachveranlagung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt II" title="Bemessung der Grundsteuer"/>
  </scope>
  <main title="Neuveranlagung">
    <p nr="1">Wird eine Wertfortschreibung (<a>§ 222 Absatz 1</a> des Bewertungsgesetzes) oder eine Artfortschreibung oder Zurechnungsfortschreibung (<a>§ 222 Absatz 2</a> des Bewertungsgesetzes) durchgeführt, so wird der Steuermeßbetrag auf den Fortschreibungszeitpunkt neu festgesetzt (Neuveranlagung).</p>
    <p nr="2">Der Steuermeßbetrag wird auch dann neu festgesetzt, wenn dem Finanzamt bekannt wird, daß <dl><dt>1.</dt><dd>Gründe, die im Feststellungsverfahren über den Grundsteuerwert nicht zu berücksichtigen sind, zu einem anderen als dem für den letzten Veranlagungszeitpunkt festgesetzten Steuermeßbetrag führen oder</dd><dt>2.</dt><dd>die letzte Veranlagung fehlerhaft ist; <a>§ 176</a> der Abgabenordnung ist hierbei entsprechend anzuwenden; das gilt jedoch nur für Veranlagungszeitpunkte, die vor der Verkündung der maßgeblichen Entscheidung eines obersten Gerichts des Bundes liegen.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Der Neuveranlagung werden die Verhältnisse im Neuveranlagungszeitpunkt zugrunde gelegt. Neuveranlagungszeitpunkt ist <dl><dt>1.</dt><dd>in den Fällen des Absatzes 1 der Beginn des Kalenderjahres, auf den die Fortschreibung durchgeführt wird;</dd><dt>2.</dt><dd>in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 1 der Beginn des Kalenderjahres, auf den sich erstmals ein abweichender Steuermeßbetrag ergibt. <a>§ 16 Abs. 3</a> ist entsprechend anzuwenden;</dd><dt>3.</dt><dd>in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 der Beginn des Kalenderjahres, in dem der Fehler dem Finanzamt bekannt wird, bei einer Erhöhung des Steuermeßbetrags jedoch frühestens der Beginn des Kalenderjahres, in dem der Steuermeßbescheid erteilt wird.</dd></dl></p>
    <p nr="4">Treten die Voraussetzungen für eine Neuveranlagung während des Zeitraums zwischen dem Hauptveranlagungszeitpunkt und dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Steuermeßbeträge (<a>§ 16 Abs. 2</a>) ein, so wird die Neuveranlagung auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Steuermeßbeträge vorgenommen.</p>
  </main>
  <footnotes>
    <footnote>
      <p><a>§§ 17 u. 18</a> idF d. Bek v. <time datetime="1973-08-07">7.8.1973</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl173s0965.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1973 S. 965" type="application/pdf" rel="external noopener">965</a>: Hamburg - Abweichung durch Hamburgisches Grundsteuergesetz (HmbGrStG) v. <time datetime="2021-08-24">24.8.2021</time> HmbGVBl. 2021 S. 600; dieses geändert durch G v. <time datetime="2022-06-22">22.6.2022</time> HmbGVBl. 2022 S. 399  mWv <time datetime="2022-01-01">1.1.2022</time> u. <time datetime="2022-06-23">23.6.2022</time> (vgl. BGBl. I 2022, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl122s1075.pdf" title="BGBl. I 2022 S. 1075" type="application/pdf" rel="external noopener">1075</a>) u. durch G v. <time datetime="2024-12-19">19.12.2024</time> HmbGVBl. 2024 S. 720 mWv <time datetime="2024-12-06">6.12.2024</time> u. <time datetime="2025-01-01">1.1.2025</time> (vgl. BGBl. 2025 I Nr. 17)</p>
    </footnote>
  </footnotes>
</jur>
