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  <header short="GWB" amtabk="GWB" norm="gwb" title="Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2013-06-26">26.6.2013</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl113s1750.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2013 S. 1750" type="application/pdf" rel="external noopener">1750</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl113s3245.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2013 S. 3245" type="application/pdf" rel="external noopener">3245</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 2 Abs. 9</a> G v. <time datetime="2026-03-20">20.3.2026</time> I Nr. 95</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="215515b0" bez="§ 32g" target="32g" title="Untersuchung von möglichen Verstößen gegen die Verordnung (EU) 2022/1925 (Digital Markets Act)"/>
    <index id="48c5634e" bez="§ 33" target="33" title="Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch"/>
    <next id="bb2f4751" bez="§ 33a" target="33a" title="Schadensersatzpflicht"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Teil 1" title="Wettbewerbsbeschränkungen"/>
    <section bez="Kapitel 6" title="Befugnisse der Kartellbehörden, Schadensersatz und Vorteilsabschöpfung"/>
    <section bez="Abschnitt 2" title="Schadensersatz und Vorteilsabschöpfung"/>
  </scope>
  <main title="Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch">
    <p nr="1">Wer gegen eine Vorschrift dieses Teils oder gegen <a>Artikel 101 oder 102</a> des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union oder gegen die <a>Artikel 5, 6 oder 7</a> der Verordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32022R1925" title="Verordnung (EU) 2022/1925" rel="noopener external">2022/1925</a> verstößt (Rechtsverletzer) oder wer gegen eine Verfügung der Kartellbehörde verstößt, ist gegenüber dem Betroffenen zur Beseitigung der Beeinträchtigung und bei Wiederholungsgefahr zur Unterlassung verpflichtet.</p>
    <p nr="2">Der Unterlassungsanspruch besteht bereits dann, wenn eine Zuwiderhandlung droht.</p>
    <p nr="3">Betroffen ist, wer als Mitbewerber oder sonstiger Marktbeteiligter durch den Verstoß beeinträchtigt ist.</p>
    <p nr="4">Die Ansprüche aus Absatz 1 können auch geltend gemacht werden von <dl><dt>1.</dt><dd>rechtsfähigen Verbänden zur Förderung gewerblicher oder selbstständiger beruflicher Interessen, wenn <dl><dt>a)</dt><dd>ihnen eine erhebliche Anzahl betroffener Unternehmen im Sinne des Absatzes 3 angehört und</dd><dt>b)</dt><dd>sie insbesondere nach ihrer personellen, sachlichen und finanziellen Ausstattung imstande sind, ihre satzungsmäßigen Aufgaben der Verfolgung gewerblicher oder selbstständiger beruflicher Interessen tatsächlich wahrzunehmen;</dd></dl></dd><dt>2.</dt><dd>qualifizierten Verbraucherverbänden, die in der Liste nach <a>§ 4</a> des Unterlassungsklagengesetzes eingetragen sind, und qualifizierten Einrichtungen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die in dem Verzeichnis der Europäischen Kommission nach <a>Artikel 5 Absatz 1 Satz 4</a> der Richtlinie (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32020R1828" title="Verordnung (EU) 2020/1828" rel="noopener external">2020/1828</a> des Europäischen Parlaments und des Rates vom <time datetime="2020-11-25">25. November 2020</time> über Verbandsklagen zum Schutz der Kollektivinteressen der Verbraucher und zur Aufhebung der Richtlinie <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32009L0022" title="Richtlinie 2009/22/EG" rel="noopener external">2009/22/EG</a> (ABl. L 409 vom <time datetime="2020-12-04">4.12.2020</time>, S. 1) eingetragen sind.</dd></dl></p>
  </main>
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