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  <header short="HGB" amtabk="HGB" norm="hgb" title="Handelsgesetzbuch">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 4</a> G v. <time datetime="2026-02-04">4.2.2026</time> I Nr. 33</change>
      <change type="Sonst">Mittelbare Änderung durch <a>Art. 59 Nr. 1</a> G v. <time datetime="2026-02-04">4.2.2026</time> I Nr. 33 ist berücksichtigt</change>
    </changes>
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    <prev id="2634ef76" bez="§ 535" target="535" title="Löschen"/>
    <index id="9744388a" bez="§ 536" target="536" title="Anwendungsbereich"/>
    <next id="f737f8e0" bez="§ 537" target="537" title="Begriffsbestimmungen"/>
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    <section bez="Fünftes Buch" title="Seehandel"/>
    <section bez="Zweiter Abschnitt" title="Beförderungsverträge"/>
    <section bez="Zweiter Unterabschnitt" title="Personenbeförderungsverträge"/>
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  <main title="Anwendungsbereich">
    <p nr="1">Für Schäden, die bei der Beförderung von Fahrgästen und ihrem Gepäck über See durch den Tod oder die Körperverletzung eines Fahrgasts oder durch den Verlust, die Beschädigung oder verspätete Aushändigung von Gepäck entstehen, haften der Beförderer und der ausführende Beförderer nach den Vorschriften dieses Unterabschnitts. Das Recht, eine Beschränkung der Haftung nach den <a>§§ 611 bis 617</a> oder den <a>§§ 4 bis 5n</a> des Binnenschifffahrtsgesetzes geltend zu machen, bleibt unberührt.</p>
    <p nr="2">Die Vorschriften dieses Unterabschnitts gelten nicht, soweit die folgenden Regelungen maßgeblich sind: <dl><dt>1.</dt><dd>unmittelbar anwendbare Regelungen der Europäischen Union in ihrer jeweils geltenden Fassung, insbesondere die Verordnung (EG) Nr. <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32009R0392" title="Verordnung (EG) Nr. 392/2009" rel="noopener external">392/2009</a> des Europäischen Parlaments und des Rates vom <time datetime="2009-04-23">23. April 2009</time> über die Unfallhaftung von Beförderern von Reisenden auf See (ABl. L 131 vom <time datetime="2009-05-28">28.5.2009</time>, S. 24), oder</dd><dt>2.</dt><dd>unmittelbar anwendbare Regelungen in völkerrechtlichen Übereinkünften.</dd></dl>Die Haftungsvorschriften dieses Unterabschnitts gelten ferner nicht, wenn der Schaden auf einem von einer Kernanlage ausgehenden nuklearen Ereignis beruht und der Inhaber der Kernanlage nach den Vorschriften des Übereinkommens vom <time datetime="1960-07-29">29. Juli 1960</time> über die Haftung gegenüber Dritten auf dem Gebiet der Kernenergie in der Fassung der Bekanntmachung vom <time datetime="1976-02-05">5. Februar 1976</time> (BGBl. 1976 II S. 310, 311) und des Protokolls vom <time datetime="1982-11-16">16. November 1982</time> (BGBl. 1985 II S. 690) oder des Atomgesetzes haftet.</p>
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