<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="8c5d3820" lastmod="2026-07-31T11:04:13+00:00">
  <header short="HGBEG" amtabk="HGBEG" norm="hgbeg" title="Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 2</a> G v. <time datetime="2024-10-23">23.10.2024</time> I Nr. 323</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="8ea973d4" bez="Art 26" target="art_26" title=""/>
    <index id="8c5d3820" bez="Art 27" target="art_27" title=""/>
    <next id="0783a933" bez="Art 28" target="art_28" title=""/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Zweiter Abschnitt" title="Übergangsvorschriften zum Bilanzrichtlinien-Gesetz"/>
  </scope>
  <main title="">
    <p nr="1">Hat ein Mutterunternehmen ein Tochterunternehmen schon vor der erstmaligen Anwendung des <a>§ 301</a> des Handelsgesetzbuchs in seinen Konzernabschluß auf Grund gesetzlicher Verpflichtung oder freiwillig nach einer den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechenden Methode einbezogen, so braucht es diese Vorschrift auf dieses Tochterunternehmen nicht anzuwenden. Auf einen noch vorhandenen Unterschiedsbetrag aus der früheren Kapitalkonsolidierung ist <a>§ 309</a> des Handelsgesetzbuchs anzuwenden, soweit das Mutterunternehmen den Unterschiedsbetrag nicht in entsprechender Anwendung des <a>§ 301 Abs. 1 Satz 3</a> des Handelsgesetzbuchs den in den Konzernabschluß übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens zuschreibt oder mit diesen verrechnet.</p>
    <p nr="2">Ist ein Mutterunternehmen verpflichtet, <a>§ 301</a> des Handelsgesetzbuchs auf ein schon bisher in seinen Konzernabschluß einbezogenes Tochterunternehmen anzuwenden oder wendet es diese Vorschrift freiwillig an, so kann als Zeitpunkt für die Verrechnung auch der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dieser Vorschrift gewählt werden.</p>
    <p nr="3">Die Absätze 1 und 2 sind entsprechend auf die Behandlung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach <a>§§ 311, 312</a> des Handelsgesetzbuchs anzuwenden.</p>
    <p nr="4">Ergibt sich bei der erstmaligen Anwendung der <a>§§ 303, 304, 306 oder 308</a> des Handelsgesetzbuchs eine Erhöhung oder Verminderung des Ergebnisses, so kann der Unterschiedsbetrag in die Gewinnrücklagen eingestellt oder mit diesen offen verrechnet werden; dieser Betrag ist nicht Bestandteil des Jahresergebnisses.</p>
  </main>
</jur>
