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  <header short="JGG" amtabk="JGG" norm="jgg" title="Jugendgerichtsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1974-12-11">11.12.1974</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl174s3427.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1974 S. 3427" type="application/pdf" rel="external noopener">3427</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 21</a> G v. <time datetime="2021-06-25">25.6.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s2099.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 2099" type="application/pdf" rel="external noopener">2099</a></change>
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    <prev id="3bf3e73a" bez="§ 9" target="9" title="Arten"/>
    <index id="9f013e5b" bez="§ 10" target="10" title="Weisungen"/>
    <next id="360f01d6" bez="§ 11" target="11" title="Laufzeit und nachträgliche Änderung von Weisungen;Folgen der Zuwiderhandlung"/>
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    <section bez="Zweiter Teil" title="Jugendliche"/>
    <section bez="Erstes Hauptstück" title="Verfehlungen Jugendlicher und ihre Folgen"/>
    <section bez="Zweiter Abschnitt" title="Erziehungsmaßregeln"/>
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  <main title="Weisungen">
    <p nr="1">Weisungen sind Gebote und Verbote, welche die Lebensführung des Jugendlichen regeln und dadurch seine Erziehung fördern und sichern sollen. Dabei dürfen an die Lebensführung des Jugendlichen keine unzumutbaren Anforderungen gestellt werden. Der Richter kann dem Jugendlichen insbesondere auferlegen, <dl><dt>1.</dt><dd>Weisungen zu befolgen, die sich auf den Aufenthaltsort beziehen,</dd><dt>2.</dt><dd>bei einer Familie oder in einem Heim zu wohnen,</dd><dt>3.</dt><dd>eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle anzunehmen,</dd><dt>4.</dt><dd>Arbeitsleistungen zu erbringen,</dd><dt>5.</dt><dd>sich der Betreuung und Aufsicht einer bestimmten Person (Betreuungshelfer) zu unterstellen,</dd><dt>6.</dt><dd>an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen,</dd><dt>7.</dt><dd>sich zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich),</dd><dt>8.</dt><dd>den Verkehr mit bestimmten Personen oder den Besuch von Gast- oder Vergnügungsstätten zu unterlassen oder</dd><dt>9.</dt><dd>an einem Verkehrsunterricht teilzunehmen.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Der Richter kann dem Jugendlichen auch mit Zustimmung des Erziehungsberechtigten und des gesetzlichen Vertreters auferlegen, sich einer heilerzieherischen Behandlung durch einen Sachverständigen oder einer Entziehungskur zu unterziehen. Hat der Jugendliche das sechzehnte Lebensjahr vollendet, so soll dies nur mit seinem Einverständnis geschehen.</p>
  </main>
</jur>
