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  <header short="JGG" amtabk="JGG" norm="jgg" title="Jugendgerichtsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1974-12-11">11.12.1974</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl174s3427.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1974 S. 3427" type="application/pdf" rel="external noopener">3427</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 21</a> G v. <time datetime="2021-06-25">25.6.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s2099.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 2099" type="application/pdf" rel="external noopener">2099</a></change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="bd926c52" bez="§ 104" target="104" title="Verfahren gegen Jugendliche"/>
    <index id="5e7b9663" bez="§ 105" target="105" title="Anwendung des Jugendstrafrechts auf Heranwachsende"/>
    <next id="333da1c5" bez="§ 106" target="106" title="Milderung des allgemeinen Strafrechts für Heranwachsende; Sicherungsverwahrung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Dritter Teil" title="Heranwachsende"/>
    <section bez="Erster Abschnitt" title="Anwendung des sachlichen Strafrechts"/>
  </scope>
  <main title="Anwendung des Jugendstrafrechts auf Heranwachsende">
    <p nr="1">Begeht ein Heranwachsender eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, so wendet der Richter die für einen Jugendlichen geltenden Vorschriften der <a>§§ 4 bis 8, 9 Nr. 1</a>, <a>§§ 10, 11 und 13 bis 32</a> entsprechend an, wenn <dl><dt>1.</dt><dd>die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters bei Berücksichtigung auch der Umweltbedingungen ergibt, daß er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand, oder</dd><dt>2.</dt><dd>es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine Jugendverfehlung handelt.</dd></dl></p>
    <p nr="2"><a>§ 31 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3</a> ist auch dann anzuwenden, wenn der Heranwachsende wegen eines Teils der Straftaten bereits rechtskräftig nach allgemeinem Strafrecht verurteilt worden ist.</p>
    <p nr="3">Das Höchstmaß der Jugendstrafe für Heranwachsende beträgt zehn Jahre. Handelt es sich bei der Tat um Mord und reicht das Höchstmaß nach Satz 1 wegen der besonderen Schwere der Schuld nicht aus, so ist das Höchstmaß 15 Jahre.</p>
  </main>
</jur>
