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  <header short="JGG" amtabk="JGG" norm="jgg" title="Jugendgerichtsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1974-12-11">11.12.1974</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl174s3427.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1974 S. 3427" type="application/pdf" rel="external noopener">3427</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 21</a> G v. <time datetime="2021-06-25">25.6.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s2099.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 2099" type="application/pdf" rel="external noopener">2099</a></change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="347bf71a" bez="§ 108" target="108" title="Zuständigkeit"/>
    <index id="1dcc79f8" bez="§ 109" target="109" title="Verfahren"/>
    <next id="760e7bfc" bez="§ 110" target="110" title="Vollstreckung und Vollzug"/>
  </nav>
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    <section bez="Dritter Teil" title="Heranwachsende"/>
    <section bez="Zweiter Abschnitt" title="Gerichtsverfassung und Verfahren"/>
  </scope>
  <main title="Verfahren">
    <p nr="1">Von den Vorschriften über das Jugendstrafverfahren (<a>§§ 43 bis 81a</a>) sind im Verfahren gegen einen Heranwachsenden die <a>§§ 43, 46a, 47a, 50 Absatz 3 und 4</a>, die <a>§§ 51a, 68 Nummer 1, 4 und 5</a>, die <a>§§ 68a, 68b, 70 Absatz 2 und 3</a>, die <a>§§ 70a, 70b Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2</a>, die <a>§§ 70c, 72a bis 73 und 81a</a> entsprechend anzuwenden. Die Bestimmungen des <a>§ 70a</a> sind nur insoweit anzuwenden, als sich die Unterrichtung auf Vorschriften bezieht, die nach dem für die Heranwachsenden geltenden Recht nicht ausgeschlossen sind. Die Jugendgerichtshilfe und in geeigneten Fällen auch die Schule werden von der Einleitung und dem Ausgang des Verfahrens unterrichtet. Sie benachrichtigen den Staatsanwalt, wenn ihnen bekannt wird, daß gegen den Beschuldigten noch ein anderes Strafverfahren anhängig ist. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden, wenn dies im Interesse des Heranwachsenden geboten ist.</p>
    <p nr="2">Wendet der Richter Jugendstrafrecht an (<a>§ 105</a>), so gelten auch die <a>§§ 45, 47 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 3, Abs. 2, 3</a>, <a>§§ 52, 52a, 54 Abs. 1</a>, <a>§§ 55 bis 66, 74 und 79 Abs. 1</a> entsprechend. <a>§ 66</a> ist auch dann anzuwenden, wenn die einheitliche Festsetzung von Maßnahmen oder Jugendstrafe nach <a>§ 105 Abs. 2</a> unterblieben ist. <a>§ 55 Abs. 1 und 2</a> ist nicht anzuwenden, wenn die Entscheidung im beschleunigten Verfahren des allgemeinen Verfahrensrechts ergangen ist. <a>§ 74</a> ist im Rahmen einer Entscheidung über die Auslagen des Antragstellers nach <a>§ 472a</a> der Strafprozessordnung nicht anzuwenden.</p>
    <p nr="3">In einem Verfahren gegen einen Heranwachsenden findet <a>§ 407 Abs. 2 Satz 2</a> der Strafprozeßordnung keine Anwendung.</p>
  </main>
</jur>
