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  <header short="JGG" amtabk="JGG" norm="jgg" title="Jugendgerichtsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1974-12-11">11.12.1974</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl174s3427.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1974 S. 3427" type="application/pdf" rel="external noopener">3427</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 21</a> G v. <time datetime="2021-06-25">25.6.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s2099.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 2099" type="application/pdf" rel="external noopener">2099</a></change>
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  </header>
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    <prev id="ff7cf1fe" bez="§ 54" target="54" title="Urteilsgründe"/>
    <index id="ec8f5bf9" bez="§ 55" target="55" title="Anfechtung von Entscheidungen"/>
    <next id="82591e77" bez="§ 56" target="56" title="Teilvollstreckung einer Einheitsstrafe"/>
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    <section bez="Zweiter Teil" title="Jugendliche"/>
    <section bez="Zweites Hauptstück" title="Jugendgerichtsverfassung und Jugendstrafverfahren"/>
    <section bez="Dritter Abschnitt" title="Jugendstrafverfahren"/>
    <section bez="Dritter Unterabschnitt" title="Rechtsmittelverfahren"/>
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  <main title="Anfechtung von Entscheidungen">
    <p nr="1">Eine Entscheidung, in der lediglich Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel angeordnet oder die Auswahl und Anordnung von Erziehungsmaßregeln dem Familiengericht überlassen sind, kann nicht wegen des Umfangs der Maßnahmen und nicht deshalb angefochten werden, weil andere oder weitere Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel hätten angeordnet werden sollen oder weil die Auswahl und Anordnung der Erziehungsmaßregeln dem Familiengericht überlassen worden sind. Diese Vorschrift gilt nicht, wenn der Richter angeordnet hat, Hilfe zur Erziehung nach <a>§ 12 Nr. 2</a> in Anspruch zu nehmen.</p>
    <p nr="2">Wer eine zulässige Berufung eingelegt hat, kann gegen das Berufungsurteil nicht mehr Revision einlegen. Hat der Angeklagte, der Erziehungsberechtigte oder der gesetzliche Vertreter eine zulässige Berufung eingelegt, so steht gegen das Berufungsurteil keinem von ihnen das Rechtsmittel der Revision zu.</p>
    <p nr="3">Der Erziehungsberechtigte oder der gesetzliche Vertreter kann das von ihm eingelegte Rechtsmittel nur mit Zustimmung des Angeklagten zurücknehmen.</p>
    <p nr="4">Soweit ein Beteiligter nach Absatz 1 Satz 1 an der Anfechtung einer Entscheidung gehindert ist oder nach Absatz 2 kein Rechtsmittel gegen die Berufungsentscheidung einlegen kann, gilt <a>§ 356a</a> der Strafprozessordnung entsprechend.</p>
  </main>
</jur>
