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  <header short="JGG" amtabk="JGG" norm="jgg" title="Jugendgerichtsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="1974-12-11">11.12.1974</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl174s3427.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1974 S. 3427" type="application/pdf" rel="external noopener">3427</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 21</a> G v. <time datetime="2021-06-25">25.6.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s2099.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 2099" type="application/pdf" rel="external noopener">2099</a></change>
    </changes>
  </header>
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    <prev id="2520174c" bez="§ 79" target="79" title="Strafbefehl und beschleunigtes Verfahren"/>
    <index id="b60b1e14" bez="§ 80" target="80" title="Privatklage und Nebenklage"/>
    <next id="172e2cb3" bez="§ 81" target="81" title="Adhäsionsverfahren"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Zweiter Teil" title="Jugendliche"/>
    <section bez="Zweites Hauptstück" title="Jugendgerichtsverfassung und Jugendstrafverfahren"/>
    <section bez="Dritter Abschnitt" title="Jugendstrafverfahren"/>
    <section bez="Neunter Unterabschnitt" title="Ausschluß von Vorschriften des allgemeinen Verfahrensrechts"/>
  </scope>
  <main title="Privatklage und Nebenklage">
    <p nr="1">Gegen einen Jugendlichen kann Privatklage nicht erhoben werden. Eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften durch Privatklage verfolgt werden kann, verfolgt der Staatsanwalt auch dann, wenn Gründe der Erziehung oder ein berechtigtes Interesse des Verletzten, das dem Erziehungszweck nicht entgegensteht, es erfordern.</p>
    <p nr="2">Gegen einen jugendlichen Privatkläger ist Widerklage zulässig. Auf Jugendstrafe darf nicht erkannt werden.</p>
    <p nr="3">Der erhobenen öffentlichen Klage kann sich als Nebenkläger nur anschließen, wer verletzt worden ist <dl><dt>1.</dt><dd>durch ein Verbrechen gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit oder die sexuelle Selbstbestimmung oder nach <a>§ 239 Absatz 3</a>, <a>§ 239a</a> oder <a>§ 239b</a> des Strafgesetzbuches, durch welches das Opfer seelisch oder körperlich schwer geschädigt oder einer solchen Gefahr ausgesetzt worden ist,</dd><dt>2.</dt><dd>durch einen besonders schweren Fall eines Vergehens nach <a>§ 177 Absatz 6</a> des Strafgesetzbuches, durch welches das Opfer seelisch oder körperlich schwer geschädigt oder einer solchen Gefahr ausgesetzt worden ist, oder</dd><dt>3.</dt><dd>durch ein Verbrechen nach <a>§ 251</a> des Strafgesetzbuches, auch in Verbindung mit <a>§ 252</a> oder <a>§ 255</a> des Strafgesetzbuches.</dd></dl> Im Übrigen gelten <a>§ 395 Absatz 2 Nummer 1, Absatz 4 und 5</a> und <a>§§ 396 bis 402</a> der Strafprozessordnung entsprechend.</p>
  </main>
</jur>
