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  <header short="OrgBAusbV" amtabk="OrgBAusbV" norm="orgbausbv" title="Orgelbauerausbildungsverordnung">
    <long>Verordnung über die Berufsausbildung zum Orgelbauer und zur Orgelbauerin</long>
    <changes>
      <change type="Sonst">Ersetzt V 806-21-1-117 v. <time datetime="1984-12-14">14.12.1984</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl184s1566.pdf" title="Bundesgesetzblatt 1984 S. 1566" type="application/pdf" rel="external noopener">1566</a> (OrgAusbV)</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="143c94d8" bez="§ 19" target="19" title="Prüfungsbereich Entwurf und Fertigung"/>
    <index id="9c2becf5" bez="§ 20" target="20" title="Prüfungsbereich Durchführen von Teilarbeiten"/>
    <next id="e426c4ee" bez="§ 21" target="21" title="Prüfungsbereich Planen und Konstruieren"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Abschnitt 3" title="Abschluss- oder Gesellenprüfung"/>
    <section bez="Unterabschnitt 3" title="Fachrichtung Pfeifenbau"/>
  </scope>
  <main title="Prüfungsbereich Durchführen von Teilarbeiten">
    <p nr="1">Im Prüfungsbereich Durchführen von Teilarbeiten hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, <dl><dt>1.</dt><dd>Arbeitsschritte zu planen,</dd><dt>2.</dt><dd>Werkzeuge auszuwählen und zu handhaben,</dd><dt>3.</dt><dd>Werk- und Hilfsstoffe auszuwählen, zu bearbeiten und zu verarbeiten,</dd><dt>4.</dt><dd>Verbindungstechniken auszuwählen und Verbindungen herzustellen,</dd><dt>5.</dt><dd>labiale und linguale Metallpfeifen herzustellen,</dd><dt>6.</dt><dd>Pfeifenteile zu bearbeiten,</dd><dt>7.</dt><dd>Oberflächen zu gestalten und zu bearbeiten,</dd><dt>8.</dt><dd>labiale und linguale Metallpfeifen zu intonieren und zu stimmen,</dd><dt>9.</dt><dd>Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung zu berücksichtigen und</dd><dt>10.</dt><dd>fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Durchführung seiner Arbeiten zu begründen.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Für den Nachweis nach Absatz 1 ist eine der folgenden Tätigkeiten zugrunde zu legen: <dl><dt>1.</dt><dd>Herstellen und Intonieren von lingualen Metallpfeifen in Zwei-Fuß-Größe,</dd><dt>2.</dt><dd>Herstellen und Intonieren von offenen zylindrischen Labialpfeifen und halbgedeckten Pfeifen,</dd><dt>3.</dt><dd>Herstellen und Intonieren einer ziselierten zylindrischen offenen zweizweidrittel-Fuß-polierten Prospektpfeife,</dd><dt>4.</dt><dd>Herstellen und Intonieren von Vier-Fuß-Streicherpfeifen mit Ansprachehilfen oder</dd><dt>5.</dt><dd>Reparieren von defekten Pfeifen.</dd></dl>Der Prüfungsausschuss legt fest, welche Tätigkeit zugrunde gelegt wird.</p>
    <p nr="3">Der Prüfling hat eine Arbeitsprobe durchzuführen. Während der Durchführung wird mit dem Prüfling ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsprobe geführt.</p>
    <p nr="4">Die Prüfungszeit beträgt insgesamt sieben Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens zehn Minuten.</p>
  </main>
</jur>
