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<jur id="a88452d7" lastmod="2026-04-08T07:34:28+00:00">
  <header short="SaatV" amtabk="SaatV" norm="saatv" title="Saatgutverordnung">
    <long>Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten</long>
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2006-02-08">8.2.2006</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl106s0344.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2006 S. 344" type="application/pdf" rel="external noopener">344</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 1</a> V v. <time datetime="2025-05-23">23.5.2025</time> I Nr. 138</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="8a115580" bez="Anlage 3" target="anlage_3" title="Anforderungen an die Beschaffenheit des Saatgutes"/>
    <index id="a88452d7" bez="Anlage 3a" target="anlage_3a" title="Besondere Anforderungen an den Gesundheitszustand bei landwirtschaftlichen Arten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs"/>
    <next id="00cdca4f" bez="Anlage 3b" target="anlage_3b" title="Besondere Anforderungen bei Gemüsearten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs"/>
    <affiliated><a href="/saatv/6a#p1">§ 6a Absatz 1</a> und 2</affiliated>
  </nav>
  <scope/>
  <main title="Besondere Anforderungen an den Gesundheitszustand bei landwirtschaftlichen Arten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs">
    <p>(Fundstelle: BGBl. I 2020, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl120s2545.pdf" title="BGBl. I 2020 S. 2545" type="application/pdf" rel="external noopener">2545</a> - <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl120s2546.pdf" title="BGBl. I 2020 S. 2546" type="application/pdf" rel="external noopener">2546</a>;<br/>bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)</p>
    <p>
      <dl>
        <dt>1.</dt>
        <dd><i>Medicago sativa</i> L. – Befall mit <i>Clavibacter michiganensis</i> ssp. <i>insidiosus</i> (entsprechend Anhang V Teil A Nummer 3 Ziffer 1 der Durchführungsverordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32019R2072" title="Verordnung (EU) 2019/2072" rel="noopener external">2019/2072</a>)</dd>
        <dt>1.1</dt>
        <dd>Das Saatgut von <i>Medicago sativa</i> L. stammt aus Gebieten, die bekanntermaßen frei von <i>Clavibacter michiganensis</i> ssp. <i>insidiosus</i> sind, oder</dd>
        <dt>1.2</dt>
        <dd>der Feldbestand ist auf Flächen erwachsen, auf denen in den letzten drei Jahren vor Aussaat der Vermehrung kein <i>Medicago sativa</i> L. angebaut wurde, und während der Feldbesichtigung der Vermehrungsfläche wurden keine Anzeichen eines Befalls mit <i>Clavibacter michiganensis</i> ssp. <i>insidiosus</i> festgestellt oder während des Anbaus der Vorfrucht wurden keine Anzeichen eines Befalls mit <i>Clavibacter michiganensis</i> ssp. <i>insidiosus</i> in benachbarten Beständen von <i>Medicago sativa</i> L. gefunden oder</dd>
        <dt>1.3</dt>
        <dd>die Pflanzen gehören zu einer Sorte, die resistent gegen <i>Clavibacter michiganensis</i> ssp. <i>insidiosus</i> ist, und der Anteil an unschädlichen Verunreinigungen überschreitet nicht 0,1 v. H.;</dd>
        <dt>2.</dt>
        <dd><i>Medicago sativa</i> L. – Befall mit <i>Ditylenchus dipsaci</i> (entsprechend Anhang V Teil A Nummer 3 Ziffer 2 der Durchführungsverordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32019R2072" title="Verordnung (EU) 2019/2072" rel="noopener external">2019/2072</a>)</dd>
        <dt>2.1</dt>
        <dd>Auf der Vermehrungsfläche wurden während des Anbaus der Vorfrucht keine Anzeichen eines Befalls mit <i>Ditylenchus dipsaci</i> festgestellt und in den der Vermehrung vorangehenden beiden Anbaujahren wurden auf der Vermehrungsfläche keine der wichtigsten Wirtspflanzen von <i>Ditylenchus dipsaci</i> angebaut und es wurden geeignete Hygienemaßnahmen getroffen, um einen Befall im Vermehrungsbetrieb zu verhindern, oder</dd>
        <dt>2.2</dt>
        <dd>auf der Vermehrungsfläche wurden während des Anbaus der Vorfrucht keine Anzeichen eines Befalls mit <i>Ditylenchus dipsaci</i> festgestellt und bei Untersuchung einer repräsentativen Saatgutprobe wurde kein <i>Ditylenchus dipsaci</i> gefunden oder</dd>
        <dt>2.3</dt>
        <dd>das Saatgut wurde einer geeigneten physikalischen oder chemischen Behandlung gegen <i>Ditylenchus dipsaci</i> unterzogen und bei anschließender Untersuchung einer repräsentativen Saatgutprobe wurde kein <i>Ditylenchus dipsaci</i> gefunden;</dd>
        <dt>3.</dt>
        <dd><i>Helianthus annuus</i> L. – Befall mit <i>Plasmopara halstedii</i> (entsprechend Anhang V Teil G Nummer 3 Ziffer 1 der Durchführungsverordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32019R2072" title="Verordnung (EU) 2019/2072" rel="noopener external">2019/2072</a>)</dd>
        <dt>3.1</dt>
        <dd>Das Saatgut von <i>Helianthus annuus</i> L. stammt aus Gebieten, die bekanntermaßen frei von <i>Plasmopara halstedii</i> sind, oder</dd>
        <dt>3.2</dt>
        <dd>auf der Vermehrungsfläche wurde bei mindestens zwei Feldbesichtigungen zu geeigneten Zeitpunkten während der Vegetationsperiode kein Befall mit <i>Plasmopara halstedii</i> festgestellt oder</dd>
        <dt>3.3</dt>
        <dd>die Vermehrungsfläche wurde zu geeigneten Zeitpunkten während der Vegetationsperiode mindestens zweimal durch Feldbesichtigung geprüft und dabei wiesen nicht mehr als 5 v. H. der Pflanzen einen Befall mit <i>Plasmopara halstedii</i> auf; alle Pflanzen, die Anzeichen eines Befalls mit <i>Plasmopara halstedii</i> aufwiesen, wurden unmittelbar nach der Feldbesichtigung entfernt und vernichtet und bei der abschließenden Feldbesichtigung wurden keine Pflanzen gefunden, die Anzeichen eines Befalls mit <i>Plasmopara halstedii</i> aufwiesen, oder</dd>
        <dt>3.4</dt>
        <dd>die Vermehrungsfläche wurde zu geeigneten Zeitpunkten während der Vegetationsperiode mindestens zweimal durch Feldbesichtigung geprüft und alle Pflanzen, die Anzeichen eines Befalls mit <i>Plasmopara halstedii</i> aufwiesen, wurden unmittelbar nach der Feldbesichtigung entfernt und vernichtet; bei der abschließenden Feldbesichtigung wurden keine Pflanzen gefunden, die Anzeichen eines Befalls mit <i>Plasmopara halstedii</i> aufwiesen; eine repräsentative Probe aus jeder Saatgutpartie wurde untersucht und als frei von <i>Plasmopara halstedii</i> befunden oder das Saatgut wurde einer geeigneten Behandlung unterzogen, die nachweislich gegen alle bekannten Stämme von <i>Plasmopara halstedii</i> wirksam ist;</dd>
        <dt>4.</dt>
        <dd><i>Brassica napus</i> L. (partim), <i>Brassica rapa</i> L. var. silvestris (Lam.) Briggs, <i>Glycine max</i> (L.) Merr., <i>Helianthus annuus</i> L., <i>Linum usitatissimum</i> L. und <i>Sinapis alba</i> L. (entsprechend Anhang V Teil G Nummer 3 Ziffer 2 bis 8 der Durchführungsverordnung (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32019R2072" title="Verordnung (EU) 2019/2072" rel="noopener external">2019/2072</a>)</dd>
        <dt>4.1</dt>
        <dd>Das Saatgut von <i>Brassica napus</i> L. (partim), <i>Brassica rapa</i> L. var. silvestris (Lam.) Briggs, <i>Glycine max</i> (L.) Merr., <i>Helianthus annuus</i> L., <i>Linum usitatissimum</i> L. und <i>Sinapis alba</i> L. hält die im Rahmen der Beschaffenheitsprüfung nach Anlage 3 Nummer 5.2.2 bis 5.2.5 geprüften Befallswerte ein oder es wurde einer zulässigen Saatgutbehandlung wie folgt unterzogen:<br/><br/><table/></dd>
        <dt>4.2</dt>
        <dd>Das Saatgut von Glycine max (L.) Merr. stammt aus Gebieten, die bekanntermaßen frei von Tobacco ringspot virus sind, oder</dd>
        <dt>4.3</dt>
        <dd>die Vermehrungsfläche wurde zu geeigneten Zeitpunkten während der Vegetationsperiode mindestens zweimal durch Feldbesichtigung geprüft und alle Pflanzen, die Anzeichen eines Befalls mit Tobacco ringspot virus aufwiesen, wurden unmittelbar nach der Feldbesichtigung entfernt und vernichtet und bei der abschließenden Feldbesichtigung wurden keine Pflanzen gefunden, die Anzeichen eines Befalls mit Tobacco ringspot virus aufwiesen.</dd>
      </dl>
    </p>
  </main>
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