<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="a3b5fe9e" lastmod="2026-04-10T09:31:38+00:00">
  <header short="SachenRBerG" amtabk="SachenRBerG" norm="sachenrberg" title="Sachenrechtsbereinigungsgesetz">
    <long>Gesetz zur Sachenrechtsbereinigung im Beitrittsgebiet</long>
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 15 Abs. 20</a> G v. <time datetime="2021-05-04">4.5.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s0882.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 882" type="application/pdf" rel="external noopener">882</a></change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="2ba286b3" bez="§ 108" target="108" title="Feststellung der Anspruchsberechtigung"/>
    <index id="a3b5fe9e" bez="§ 109" target="109" title="Tauschvertrag über Grundstücke"/>
    <next id="dbb8d685" bez="§ 110" target="110" title="Vorrang völkerrechtlicher Abreden"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Kapitel 2" title=""/>
    <section bez="Abschnitt 4" title="Verfahrensvorschriften"/>
    <section bez="Abschnitt 5" title="Nutzungstausch"/>
  </scope>
  <main title="Tauschvertrag über Grundstücke">
    <p nr="1">Jeder Grundstückseigentümer, dessen Grundstück von einem nach <a>§ 20</a> des LPG-Gesetzes vom <time datetime="1982-07-02">2. Juli 1982</time> sowie nach <a>§ 12</a> des LPG-Gesetzes vom <time datetime="1959-06-03">3. Juni 1959</time> durchgeführten Nutzungstausch betroffen ist, kann von dem anderen Grundstückseigentümer verlangen, daß das Eigentum an den Grundstücken entsprechend dem Nutzungstausch übertragen wird, wenn <dl><dt>1.</dt><dd>eine oder beide der getauschten Flächen bebaut worden sind und</dd><dt>2.</dt><dd>der Tausch in einer von der Flurneuordnungsbehörde einzuholenden Stellungnahme befürwortet wird.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Der andere Grundstückseigentümer kann die Erfüllung des Anspruchs aus Absatz 1 verweigern, wenn das an ihn zu übereignende Grundstück von einem Dritten bebaut worden ist.</p>
    <p nr="3">Soweit sich die Werte von Grund und Boden der getauschten Grundstücke unterscheiden, kann der Eigentümer des Grundstücks mit dem höheren Wert von dem anderen einen Ausgleich in Höhe der Hälfte des Wertunterschieds verlangen.</p>
    <p nr="4">Im übrigen finden auf den Tauschvertrag die Vorschriften über den Ankauf in den <a>§§ 65 bis 74</a> entsprechende Anwendung.</p>
  </main>
</jur>
