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  <header short="SachenRBerG" amtabk="SachenRBerG" norm="sachenrberg" title="Sachenrechtsbereinigungsgesetz">
    <long>Gesetz zur Sachenrechtsbereinigung im Beitrittsgebiet</long>
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 15 Abs. 20</a> G v. <time datetime="2021-05-04">4.5.2021</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl121s0882.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2021 S. 882" type="application/pdf" rel="external noopener">882</a></change>
    </changes>
  </header>
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    <prev id="5baa755c" bez="§ 111" target="111" title="Gutgläubiger lastenfreier Erwerb"/>
    <index id="02c1d205" bez="§ 112" target="112" title="Umwandlung alter Erbbaurechte"/>
    <next id="7bf495e9" bez="§ 113" target="113" title="Berichtigungsanspruch"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Kapitel 3" title="Alte Erbbaurechte"/>
  </scope>
  <main title="Umwandlung alter Erbbaurechte">
    <p nr="1">War das Grundstück am <time datetime="1976-01-01">1. Januar 1976</time> mit einem Erbbaurecht belastet, so endet das Erbbaurecht zu dem im Erbbaurechtsvertrag bestimmten Zeitpunkt, frühestens jedoch am <time datetime="1995-12-31">31. Dezember 1995</time>, wenn sich nicht aus dem folgenden etwas anderes ergibt. Das Erbbaurecht verlängert sich bis zum <time datetime="2005-12-31">31. Dezember 2005</time>, wenn ein Wohngebäude aufgrund des Erbbaurechts errichtet worden ist, es sei denn, daß der Grundstückseigentümer ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Erbbaurechts entsprechend <a>§ 573 Abs. 2 Nr. 2 und 3</a> des Bürgerlichen Gesetzbuchs geltend machen kann.</p>
    <p nr="2">Hat der Erbbauberechtigte nach dem <time datetime="1975-12-31">31. Dezember 1975</time> das Grundstück bebaut oder bauliche Maßnahmen nach <a>§ 12 Abs. 1</a> vorgenommen, so endet das Erbbaurecht mit dem Ablauf von <dl><dt>1.</dt><dd>90 Jahren, wenn<dl><dt>a)</dt><dd>ein Ein- oder Zweifamilienhaus errichtet wurde oder</dd><dt>b)</dt><dd>ein sozialen Zwecken dienendes Gebäude gebaut wurde,</dd></dl></dd><dt>2.</dt><dd>80 Jahren, wenn das Grundstück im staatlichen oder genossenschaftlichen Wohnungsbau bebaut wurde, oder</dd><dt>3.</dt><dd>50 Jahren in allen übrigen Fällen</dd></dl>nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes. Ein Heimfallanspruch kann nur aus den in <a>§ 56</a> genannten Gründen ausgeübt werden. Die Verlängerung der Laufzeit des Erbbaurechts ist in das Grundbuch einzutragen. Der Grundstückseigentümer ist berechtigt, eine Anpassung des Erbbauzinses bis zu der sich aus den <a>§§ 43, 45 bis 48 und 51</a> ergebenden Höhe zu verlangen.</p>
    <p nr="3">Vorstehende Bestimmungen finden keine Anwendung, wenn das Erbbaurecht auf einem vormals volkseigenen Grundstück bestellt worden ist und bei Ablauf des <time datetime="1990-10-02">2. Oktober 1990</time> noch bestand. Auf diese Erbbaurechte finden die Bestimmungen dieses Gesetzes für verliehene Nutzungsrechte entsprechende Anwendung.</p>
    <p nr="4"><a>§ 5 Abs. 2</a> des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik ist vom Inkrafttreten dieses Gesetzes an nicht mehr anzuwenden.</p>
  </main>
</jur>
