<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="85126ed0" lastmod="2026-04-11T08:20:06+00:00">
  <header short="StGBEG" amtabk="EGStGB" norm="stgbeg" title="Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 13</a> G v. <time datetime="2024-03-27">27.3.2024</time> I Nr. 109</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="0d0516fd" bez="Art 306" target="art_306" title="Selbständige Anordnung von Maßregeln"/>
    <index id="85126ed0" bez="Art 307" target="art_307" title="Verfall"/>
    <next id="fd1f46cb" bez="Art 308" target="art_308" title="Strafantrag, Ermächtigung, Strafverlangen"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Achter Abschnitt" title="Schlußvorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Verfall">
    <p nr="1">Für die Anordnung des Verfalls wegen einer Tat, die vor dem <time datetime="1975-01-01">1. Januar 1975</time> begangen worden ist und über die nach diesem Zeitpunkt entschieden wird, gelten die Vorschriften des neuen Rechts <dl><dt>1.</dt><dd>über die Voraussetzungen des Verfalls (<a>§§ 73, 73a</a> des Strafgesetzbuches), soweit das bisherige Recht den Verfall oder die Einziehung des Entgelts vorschreibt,</dd><dt>2.</dt><dd>über die Schätzung, die Entscheidung in Härtefällen, die Wirkung des Verfalls und seine nachträgliche Anordnung (<a>§§ 73b bis 73d, 76</a> des Strafgesetzbuches).</dd></dl></p>
    <p nr="2">Die Anordnung des Verfalls ist auch insoweit zulässig, als nach <a>§ 27b</a> des Strafgesetzbuches in der bisherigen Fassung eine höhere Geldstrafe hätte verhängt werden können als nach neuem Recht. An die Stelle der Anordnung des Verfalls eines Gegenstandes tritt der Verfall des Wertersatzes.</p>
    <p nr="3">Absatz 1 Nr. 1 gilt nicht, soweit das bisherige Recht für den Betroffenen günstiger ist.</p>
  </main>
</jur>
