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  <header short="StVG" amtabk="StVG" norm="stvg" title="Straßenverkehrsgesetz">
    <changes>
      <change type="Neuf">Neugefasst durch Bek. v. <time datetime="2003-03-05">5.3.2003</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl103s0310.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2003 S. 310" type="application/pdf" rel="external noopener">310</a>, <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl103s0919.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2003 S. 919" type="application/pdf" rel="external noopener">919</a>;</change>
      <change type="Stand">zuletzt geändert durch <a>Art. 14</a> G v. <time datetime="2026-01-09">9.1.2026</time> I Nr. 7</change>
      <change type="Hinweis">Änderung durch <a>Art. 3</a> G v. <time datetime="2026-02-03">3.2.2026</time> I Nr. 30 textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet</change>
      <change type="Hinweis">Änderung durch <a>Art. 2</a> G v. <time datetime="2026-02-23">23.2.2026</time> I Nr. 46 textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet</change>
      <change type="Hinweis">Entfristung durch <a>Art. 1</a> G v. <time datetime="2020-12-03">3.12.2020</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl120s2667.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2020 S. 2667" type="application/pdf" rel="external noopener">2667</a> ist berücksichtigt</change>
      <change type="Sonst">Mittelbare Änderung durch <a>Art. 154a Nr. 3 Buchst. a</a> G v. <time datetime="2019-11-20">20.11.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s1626.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 1626" type="application/pdf" rel="external noopener">1626</a> (Nr. 41) ist nicht ausführbar, da das geänderte G v. <time datetime="2019-06-21">21.6.2019</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl119s0846.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2019 S. 846" type="application/pdf" rel="external noopener">846</a> zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des mittelbaren Änderungsgesetzes bereits zum <time datetime="2019-11-01">1.11.2019</time> in Kraft getreten war</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="8757c671" bez="§ 9" target="9" title="Mitverschulden"/>
    <index id="38202a15" bez="§ 10" target="10" title="Umfang der Ersatzpflicht bei Tötung"/>
    <next id="19ffe127" bez="§ 11" target="11" title="Umfang der Ersatzpflicht bei Körperverletzung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="II." title="Haftpflicht"/>
  </scope>
  <main title="Umfang der Ersatzpflicht bei Tötung">
    <p nr="1">Im Fall der Tötung ist der Schadensersatz durch Ersatz der Kosten einer versuchten Heilung sowie des Vermögensnachteils zu leisten, den der Getötete dadurch erlitten hat, dass während der Krankheit seine Erwerbsfähigkeit aufgehoben oder gemindert oder eine Vermehrung seiner Bedürfnisse eingetreten war. Der Ersatzpflichtige hat außerdem die Kosten der Beerdigung demjenigen zu ersetzen, dem die Verpflichtung obliegt, diese Kosten zu tragen.</p>
    <p nr="2">Stand der Getötete zur Zeit der Verletzung zu einem Dritten in einem Verhältnis, vermöge dessen er diesem gegenüber kraft Gesetzes unterhaltspflichtig war oder unterhaltspflichtig werden konnte, und ist dem Dritten infolge der Tötung das Recht auf Unterhalt entzogen, so hat der Ersatzpflichtige dem Dritten insoweit Schadensersatz zu leisten, als der Getötete während der mutmaßlichen Dauer seines Lebens zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet gewesen sein würde. Die Ersatzpflicht tritt auch dann ein, wenn der Dritte zur Zeit der Verletzung gezeugt, aber noch nicht geboren war.</p>
    <p nr="3">Der Ersatzpflichtige hat dem Hinterbliebenen, der zur Zeit der Verletzung zu dem Getöteten in einem besonderen persönlichen Näheverhältnis stand, für das dem Hinterbliebenen zugefügte seelische Leid eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Ein besonderes persönliches Näheverhältnis wird vermutet, wenn der Hinterbliebene der Ehegatte, der Lebenspartner, ein Elternteil oder ein Kind des Getöteten war.</p>
  </main>
</jur>
