<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://norm.gekko.de/jur2norm_html.xsl"?>
<jur id="3d5f2614" lastmod="2026-04-23T16:37:39+00:00">
  <header short="TKG 2021" amtabk="TKG" norm="tkg_2021" title="Telekommunikationsgesetz">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 6</a> G v. <time datetime="2026-03-11">11.3.2026</time> I Nr. 66</change>
      <change type="Sonst">Ersetzt G v. <time datetime="2004-06-22">22.6.2004</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl104s1190.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2004 S. 1190" type="application/pdf" rel="external noopener">1190</a> (TKG 2004)</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="45520e0f" bez="§ 185" target="185" title="Telekommunikationssicherstellungspflicht"/>
    <index id="3d5f2614" bez="§ 186" target="186" title="Telekommunikationsbevorrechtigung"/>
    <next id="9516be8c" bez="§ 187" target="187" title="Umsetzung der Telekommunikationsbevorrechtigung"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Teil 10" title="Öffentliche Sicherheit und Notfallvorsorge"/>
    <section bez="Abschnitt 2" title="Notfallvorsorge"/>
  </scope>
  <main title="Telekommunikationsbevorrechtigung">
    <p nr="1">Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste nach <a>§ 185 Absatz 1 Satz 1</a>, die Anschlüsse oder Übertragungswege bereitstellen, die für die nach <a>§ 185 Absatz 1</a> sicherzustellenden Dienste erforderlich sind, haben für Telekommunikationsbevorrechtigte unverzüglich und vorrangig <dl><dt>1.</dt><dd>Anschlüsse und Übertragungswege bereitzustellen und zu entstören sowie</dd><dt>2.</dt><dd>die Datenübertragungsraten bestehender Anschlüsse oder Übertragungswege auf Anfrage im erforderlichen Umfang zu erweitern.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Betreiber öffentlicher Mobilfunknetze haben für Telekommunikationsbevorrechtigte Verbindungen im Mobilfunk für interpersonelle Kommunikation vorrangig herzustellen. Für die Ausgestaltung dieser Verpflichtung kann die Bundesnetzagentur technische Festlegungen und zeitliche Vorgaben treffen. Die Bundesnetzagentur berücksichtigt bei den Festlegungen internationale technische Standards und beteiligt die betroffenen Verbände.</p>
    <p nr="3">Telekommunikationsbevorrechtigte sind <dl><dt>1.</dt><dd>Verfassungsorgane des Bundes und der Länder,</dd><dt>2.</dt><dd>Behörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände,</dd><dt>3.</dt><dd>Gerichte des Bundes und der Länder,</dd><dt>4.</dt><dd>Dienststellen der Bundeswehr und der stationierten Streitkräfte,</dd><dt>5.</dt><dd>Katastrophenschutz- und Zivilschutzorganisationen sowie Hilfsorganisationen nach <a>§ 26 Absatz 1 Satz 2</a> des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetzes,</dd><dt>6.</dt><dd>Aufgabenträger im Gesundheitswesen,</dd><dt>7.</dt><dd>Hilfs- und Rettungsdienste,</dd><dt>8.</dt><dd>Rundfunkveranstalter,</dd><dt>9.</dt><dd>Nutzer, denen von einer Behörde nach Nummer 2, die für den Bevölkerungsschutz (Zivil- oder Katastrophenschutz) oder die Verteidigung zuständig ist, eine Bescheinigung darüber ausgestellt wurde, dass sie lebens- oder verteidigungswichtige Aufgaben zu erfüllen haben und hierzu auf Telekommunikationsdienste nach Absatz 1 oder 2 angewiesen sind.</dd></dl>Die Bescheinigung nach Satz 1 Nummer 9 verliert ihre Gültigkeit zehn Jahre nach Ausstellungsdatum, sofern auf der Bescheinigung nicht eine kürzere Geltungsdauer vermerkt ist.</p>
  </main>
</jur>
