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  <header short="TKG 2021" amtabk="TKG" norm="tkg_2021" title="Telekommunikationsgesetz">
    <changes>
      <change type="Stand">Zuletzt geändert durch <a>Art. 6</a> G v. <time datetime="2026-03-11">11.3.2026</time> I Nr. 66</change>
      <change type="Sonst">Ersetzt G v. <time datetime="2004-06-22">22.6.2004</time> I <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl104s1190.pdf" title="Bundesgesetzblatt 2004 S. 1190" type="application/pdf" rel="external noopener">1190</a> (TKG 2004)</change>
    </changes>
  </header>
  <nav>
    <prev id="2307e0f8" bez="§ 20" target="20" title="Verhandlungen über Zugang und Zusammenschaltung"/>
    <index id="ab1098d5" bez="§ 21" target="21" title="Zugangsverpflichtung und Zusammenschaltung bei Kontrolle über Zugang zu Endnutzern"/>
    <next id="d31db0ce" bez="§ 22" target="22" title="Zugangsverpflichtung bei Hindernissen der Replizierbarkeit"/>
  </nav>
  <scope>
    <section bez="Teil 2" title="Marktregulierung"/>
    <section bez="Abschnitt 2" title="Zugangsregulierung"/>
    <section bez="Unterabschnitt 1" title="Allgemeine Zugangsvorschriften"/>
  </scope>
  <main title="Zugangsverpflichtung und Zusammenschaltung bei Kontrolle über Zugang zu Endnutzern">
    <p nr="1">Die Bundesnetzagentur kann Unternehmen, die den Zugang zu Endnutzern kontrollieren, <dl><dt>1.</dt><dd>verpflichten, ihre Telekommunikationsnetze mit denen anderer Unternehmen zusammenzuschalten, soweit dies erforderlich ist, um die durchgehende Konnektivität und die Bereitstellung von Diensten sowie deren Interoperabilität zu gewährleisten;</dd><dt>2.</dt><dd>weitere Verpflichtungen auferlegen, soweit dies zur Gewährleistung der durchgehenden Konnektivität oder zur Gewährleistung der Interoperabilität erforderlich ist.</dd></dl></p>
    <p nr="2">Die Bundesnetzagentur kann Anbieter nummernunabhängiger interpersoneller Telekommunikationsdienste verpflichten, ihre Dienste interoperabel zu machen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: <dl><dt>1.</dt><dd>die nummernunabhängigen interpersonellen Telekommunikationsdienste weisen eine nennenswerte Abdeckung und Nutzerbasis auf;</dd><dt>2.</dt><dd>die durchgehende Konnektivität zwischen Endnutzern ist wegen mangelnder Interoperabilität zwischen interpersonellen Telekommunikationsdiensten bedroht;</dd><dt>3.</dt><dd>die Verpflichtungen sind zur Gewährleistung der durchgehenden Konnektivität zwischen Endnutzern erforderlich und</dd><dt>4.</dt><dd>die Kommission hat Durchführungsmaßnahmen nach <a>Artikel 61 Absatz 2</a> Unterabsatz 2 Buchstabe ii der Richtlinie (EU) <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32018R1972" title="Verordnung (EU) 2018/1972" rel="noopener external">2018/1972</a> erlassen.</dd></dl></p>
    <p nr="3">Die Bundesnetzagentur kann Betreiber verpflichten, zu fairen, ausgewogenen und nichtdiskriminierenden Bedingungen Zugang zu Anwendungs-Programmierschnittstellen und elektronischen Programmführern zu gewähren, soweit dies zur Gewährleistung des Zugangs der Endnutzer zu digitalen Hörfunk- und Fernsehdiensten sowie damit verbundenen ergänzenden Diensten erforderlich ist.</p>
    <p nr="4">Die Maßnahmen der Bundesnetzagentur nach den Absätzen 1 bis 3 müssen fair, objektiv, transparent, verhältnismäßig und nichtdiskriminierend sein.</p>
    <p nr="5">Für die nach den Absätzen 1 bis 3 auferlegten Maßnahmen gelten die Verfahren des <a>§ 14</a> entsprechend. Die Bundesnetzagentur überprüft die erlassenen Maßnahmen innerhalb von fünf Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer Auferlegung auf deren Wirksamkeit und darauf, ob deren Änderung oder Aufhebung angemessen wäre.</p>
  </main>
</jur>
